Gericht

"Maximale persönliche Bereicherung": Karmasin steht kommende Woche vor Gericht

Ex-Familienministerin Sophie Karmasin muss ab 25. April vor den Strafrichter.
Ex-Familienministerin Sophie Karmasin muss ab 25. April vor den Strafrichter.APA/ROLAND SCHLAGER
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Ab 25. April steht die frühere Familienministerin Sophie Karmasin wegen wettbewerbsbeschränkender Absprachen und schweren Betrugs vor Gericht.

Sie war die einzige, die im Rahmen diverser Chat-Affären hinter Gitter musste – und somit, wie es juristisch ausgedrückt heißt, das „Haftübel“ verspürt hat. Ex-Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) wurde am 2. März des Vorjahres verhaftet, zwei Tage später wurde sie in U-Haft genommen. Am 28. März wurde sie freigelassen. Kommenden Dienstag wird die 56-Jährige vor Gericht stehen.

Es wird nicht um die Inseraten-Affäre gehen. Also nicht um ÖVP-freundliche Umfragen der Meinungsforscherin Sabine Beinschab und nicht um Inseraten-Deals mit Boulevardmedien. Dennoch wird Beinschab – sie hat mittlerweile den Status einer Kronzeugin – auch im nunmehrigen Prozess aussagen. Nämlich zu jenen gegen Karmasin erhobenen Vorwürfen, die von der Korruptionsstaatsanwaltschaft, der WKStA, aus dem Ibiza-/Casag-Komplex herausgelöst worden sind. Dabei geht es um Absprachen bei der Auftragsvergabe von Studien für das Sportministerium (Karmasin sorgte dafür, dass sie in drei Fällen Bestbieterin war). Und es geht um unrechtmäßige Gehaltsfortzahlungen.

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