Immofinanz: Ex-Chef Petrikovics weist Vorwürfe zurück

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IMMOFINANZ(c) APA/HELMUT FOHRINGER (Helmut Fohringer)
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Die FMA ermittelt gegen Immofinanz-Chef Zehetner wegen Insiderhandels. Dieser hatte daraufhin den Verdacht geäußert, sein Vorgänger könnte hinter der vorangegangenen Anzeige stecken. Petrikovics droht ihm nun mit Klage.

Der frühere Immofinanz-Chef Karl Petrikovics weist Vermutungen seines Nachfolgers Eduard Zehetner, er stecke hinter einer Anzeige wegen Insiderhandels, "schärfstens" zurück: Die Aussagen Zehetner seien "Unterstellungen" und "unhaltbar", Petrikovics "behält sich rechtliche Schritte vor", erklärt die Kanzlei Karasek Wietrzyk Rechtsanwälte im Namen ihres Mandanten.

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) ermittelt laut "profil" gegen den aktuellen Immofinanz-Chef Eduard Zehetner und seine Tochter. Die FMA vermutet Insiderhandel in Immofinanz-Aktien. Grundlage ist eine Sachverhaltsdarstellung, die die Anwältin Katharina Jürgens-Schak im Namen einer Immofinanz-Anlegerin abgegeben hat.

Darin skizziert die Anwältin den Sachverhalt so: Zehetner habe am 19. Oktober des Vorjahres 150.000 Immofinanz-Aktien zum Stückpreis von 2,94 Euro. Am 27. Oktober kaufte seine Tochter weitere 3.000 Stück zu je 2,89 Euro. Kurz darauf, am 8. November kündigte die Immofinanz den Rückkauf eigener Aktien an: Der Kurs stieg um fast 4 Prozent.

Zehetner: "Anwältin ist schon aufgefallen"

Zehetner wies die Vorwürfe gegenüber "profil" zurück: "Das ist vollkommen absurd. Der Vorwurf entbehrt jeder Grundlage." Wenig später drehte er in einem Immofinanz-Blog den Spieß um: Er äußerte die dringende Vermutung, dass hinter der Anzeige sein Vorgänger - Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics - steckt.

Grund für seine Annahme: Die Rechtsanwältin Jürgens-Schak sei schon einmal durch eine Anzeige des Immofinanz-Vorstandes aufgefallen. Damals lautete der Vorwurf, man habe Immobilien zu billig verkauft. "Diesen obskuren Vorwurf hat auch schon der seinerzeitige, große Vorsitzende Karl Petrikovics in seinem sagenhaften Format-Interview erhoben. Könnte es sein, dass er oder jemand in seinem Auftrag der Mandant von Frau Mag. Jürgens-Schak ist? Ich werde dieser Spur nachgehen, soweit ich kann", führte Zehetner aus.

(APA)

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