Rundgang. Das Haus der Geschichte Österreichs könnte ins Museumsquartier übersiedeln. Es braucht mehr Platz, wie auch ein Besuch bei Direktorin Monika Sommer zeigt. Gerade wurde ein neuer Bereich über Erinnerungs(un)kultur eingerichtet.
„Rise like a Phoenix“, das Lied, mit dem Conchita Wurst 2014 den Song Contest gewann, tönt am Ende der Hauptausstellung des Hauses der Geschichte in Dauerschleife aus dem Video. Wir sind schon in der jüngsten Vergangenheit angekommen, am Ende der hier sogenannten „Hauptausstellung“ des „Hauses der Geschichte Österreichs“ (Hdgö). Am Ende eines 60 Meter langen Schlauchs in der Neuen Burg, in dem die Entwicklung der Republik Österreichs in Miniaturform erzählt wird. Von 1918 bis heute, bis zu einer „Corona-Sitzbank“ mit Abstandsregelung.
Vor dieser nehmen wir dann kurz selbst Platz, mit Monika Sommer, Gründungsdirektorin dieses Museums seit 2017. Damals wurde noch heftig über die (zu geringe) Größe des Museums diskutiert. Zwei Expertinnenstudien (2009, 2019) kamen zu einem Platzbedarf von optimal 10.000, mindestens 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche (statt der jetzigen 1000 m2) – und zur klaren Empfehlung eines Neubaus auf dem Heldenplatz. Dieser scheint aktuell nicht auf dem Tisch zu liegen, wenn nicht endgültig von diesem zu sein: Gerade sickerte durch, dass das Staatssekretariat für Kunst und Kultur die Möglichkeit prüften lässt, das Hdgö ins Museumsquartier zu übersiedeln und dafür auch einen Dachboden im Hof zwei auszubauen (siehe Kommentar hier).