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WM-Show auf dem Wiener Rathausplatz

WM-Teilnehmer Sigrid Koizar und Filip Krämer
WM-Teilnehmer Sigrid Koizar und Filip KrämerBasketball Austria / M. Pröll
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3x3-Basketball boomt weltweit und wird Ende Mai für Action und Unterhaltung in der Bundeshauptstadt sorgen.

Wien. Vor fünf Jahren hat Sigrid Koizar erstmals 3x3 ausprobiert, damals war die Basketball-Variante gerade olympisch geworden. Den globalen Aufstieg des temporeichen Schlagabtausches (Dreier- statt Fünferteams, zehn Minuten Spielzeit, Shotclock zwölf Sekunden) hat die Basketball-Nationalspielerin auf Auslandsstationen von USA über Australien bis aktuell Italien verfolgt. „Es ist groß geworden und sehr professionell aufgezogen“, sagt die 27-Jährige.

Für ein Highlight in der Heimat wechselt Koizar nun von der Halle auf den kleineren Court: Vom 30. Mai bis 4. Juni wird der Wiener Rathausplatz zum WM-Schauplatz. Vor historischer Kulisse sollen 40 Teams bei gratis Eintritt bis zu 3000 Fans in die Hauptarena locken, zentrale Lage sowie Unterhaltungsprogramm neues Publikum ansprechen und den Nachwuchs für Bewegung begeistern.

„50 Prozent Sport, 50 Prozent Show“, erklärt Koizar 3x3 mit Verweis auf Volleyball und dessen längst etablierten Beach-Ableger. Für sie ist das WM-Engagement ein Offseason-Programm samt Wiedersehen mit alten Kolleginnen und Zeit in der Heimat – mit dem sie die Geschichte dieser jungen Sportart mitschreibt.

Verbandspräsident Gerald Martens zeigte sich im Vorfeld des Turniers euphorisch. "Natürlich geht es um Gold, Silber und Bronze, aber unser größter Pokal werden die vielen Kinder am Rathausplatz sein, die Basketball spielen und sich bewegen wollen." Das sieht auch Wiens Sportstadtrat Peter Hacker so. "3x3 ist eine junge und eine sehr urbane, populäre Disziplin", erklärte der SPÖ-Politiker. "Spitzensport muss die Jugend motivieren, muss sie mitreißen. Das soll eine Wechselwirkung sein." Und die WM in Wien ein Schritt dazu.

Drei Olympia-Tickets

Österreichs Teams treten mit der Hoffnung an, sich eines der je drei begehrten Olympia-Tickets für Paris 2024 zu sichern. Die Männer tun dies mit einem neuen Chefcoach: Der Serbe Milan Isakov bereitete sich zuletzt in seiner Heimat mit Matthias Linortner und Co. auf den dieses Wochenende erfolgenden Start der World Tour in Utsunomiya in Japan vor.

Isakov hat mit dem serbischen Team Liman das dominante Team der vergangenen Jahre betreut. Zudem war der 36-Jährige aus Novi Sad bereits als Nationalteamtrainer in China und Russland tätig. Bis zur WM werden die Österreicher nicht mehr an allen großen Turnieren teilnehmen, sondern sich auch gezielt auf das Großereignis in der Heimat vorbereiten. Auf dem Rathausplatz bekommt es die ÖBV-Equipe in einem Monat in der Gruppenphase unter anderem mit den USA und Lettland zu tun.

"Ich bin optimistisch, dass wir ins Viertelfinale kommen", sagte Filip Krämer, der aktuell noch eine Verletzung auskuriert, am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Wien. Dann wäre auch das Olympia-Ticket für die drei Medaillengewinner nicht mehr weit. Auf dieses schielen auch die Frauen, die mit Italien-Legionärin Sigrid Koizar Verstärkung aus dem Hallenbasketball erhielten. "Es ist nicht die einfachste Gruppe, aber wir wollen überraschen", sagte Koizar, für die es bei der Heim-WM unter anderem gegen die Goldfavoritinnen aus Frankreich und Spanien geht.

(swi/APA)

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