Die Agenda Austria feiert den Markt als bestes Werkzeug zum Erreichen der Klimaneutralität. Doch der Markt gibt nur das Ziel vor. Den Weg dahin müssen Firmen, Konsumenten und Staaten selbst finden.
Wenig ist dieser Tage emotional so aufgeladen, wie die Debatte darüber, wer denn eigentlich schuld daran ist, dass die Welt in die Klimakrise schlittert – und was wir dagegen unternehmen sollten. Zwar herrscht inzwischen weitgehend Einigkeit, dass Nichtstun keine Option mehr ist. Bei der Frage, ob es nun aber mehr Förderungen, Verzicht oder CO2-Steuern braucht, ist es mit der Einigkeit rasch vorbei.
Dabei wird in Europa abseits der allgemeinen Erregung gerade wirklich gute Klimapolitik gemacht, ist Jan Kluge, Ökonom bei beim liberalen Thinktank Agenda Austria, überzeugt: „Die Aktivisten auf der Straße und jene, die diese Klimapolitik tatsächlich umsetzen, sprechen jedoch zwei ganz andere Sprachen.“ Brüssel habe schon vor zwanzig Jahren entschieden, dass nicht der Einzelne vorrangig für die Lösung der Klimakrise zur Rechenschaft gezogen werden sollte, sondern die Produzenten. Um sie in die richtige Richtung zu lenken, setzte die EU dem liberalen Vordenker Adam Smith folgend früh auf Marktwirtschaft – mit Erfolg.