Quartalsbilanz

OMV mit weniger Gewinn

Neben niedrigeren Öl- und Gaspreisen kämpfte die OMV mit der schwächeren Chemiesparte.

Wien. Der OMV-Konzern bekam zu Jahresbeginn die deutlich gesunkenen Öl- und Gaspreise und ein schwächeres Chemiegeschäft zu spüren. Das um Lagereffekte bereinigte operative Ergebnis (CCS-Ebit) fiel im ersten Quartal um 21 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro, wie der Öl-, Gas- und Chemiekonzern mitteilte. Der CCS-Überschuss sank um vier Prozent auf 1,03 Milliarden Euro.

Dennoch war es das zweitstärkste erste Quartal in der Geschichte des Unternehmens, so Vorstandschef Alfred Stern. Der Manager zeigt sich auch mit dem neuen integrierten Geschäftsmodell zufrieden. Die börsenotierte OMV berichtet seit dem laufenden Geschäftsjahr über drei Geschäftsbereiche: Energy, Fuel & Feedstock sowie Chemicals & Materials. Nachdem die OMV im Vorjahr aufgrund des Höhenfluges der Energiepreise noch einen Rekordgewinn einfuhr, war der Start ins heurige Jahr von deutlich niedrigeren Öl- und Gaspreisen geprägt. Bemerkbar machte sich dies in der Sparte Energy, in der das operative Ergebnis vor Sondereffekten um 23 Prozent schrumpfte. Die Produktion sei um 80.000 Barrel auf 376.000 Barrel pro Tag gesunken, was vor allem auf die weggefallenen Mengen in Russland zurückzuführen sei.

Chemiesparte schwächelt

Die vom OMV-Chef als Wachstumstreiber erkorene Chemiesparte ließ ebenfalls nach: Im ersten Quartal schrumpfte das operative Ergebnis hier vor Sondereffekten um 84 Prozent. Dafür seien niedrigere Margen und Verkaufsmengen, signifikant negative Lagerbewertungseffekte und ein erheblich niedrigerer Beitrag des Stickstoffgeschäfts der Kunststoff-Tochter Borealis verantwortlich.

(APA/Reuters)

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