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Expertise

Der Zinshausmarkt im Zeitenwandel

Ing. Thomas Gruber.
Ing. Thomas Gruber.(c) beigestellt
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Immobílien. Mit der EZB-Zinserhöhung hat sich der Zinshausmarkt vom Verkäufer- zum Käufermarkt gedreht.

Ing. Thomas Gruber, Geschäftsführer bei PLENUS Immobilien GmbH, im Gespräch.

Wie kam Plenus durch die Coronapandemie?

Wir gründeten das Unternehmen wenige Monate vor Ausbruch der Pandemie und hatten kurz Sorge, dass unser schwungvoller Firmenstart gebremst wird. Im Sommer 2020 legte sich die Schockstarre und für uns ging es bergauf. Sowohl 2020 als auch 2021 haben wir uns sehr erfolgreich im Kreis der renommierten Zinshausmakler etabliert.

Kam der Zinshausmarkt in eine regelrechte Boomphase?

Ja, 2021 wurde ein „Coronaturbo“ gezündet und die Preise für Zinshäuser kletterten kontinuierlich nach oben. Die Nachfrage stieg extrem. Viele am Markt dachten, dass es ewig so weitergehen würde, aber Ende des ersten Quartals 2022 normalisierte sich die Nachfrage. Nach einem ausgezeichneten Start wurde der Zinshausmarkt 2022 immer schwieriger. Inflation und der Krieg in der Ukraine waren Bremser für den Immobilienmarkt und vor allem mit den Zinserhöhungen der EZB kam die Trendwende.

Wie macht sich diese Trendwende beim Zinshaus bemerkbar?

Nach dem ersten Zinsanstieg reagierten die Investoren mit Zurückhaltung. Man hoffte auf eine Beruhigung und gutes Herbst-geschäft, stattdessen forcierte die weitere Zinsentwicklung die Verunsicherung. Zudem haben sich die Bankenkonditionen verändert und der Zugang zu Kapital erschwert. Der Markt hat sich komplett gedreht vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt und die Investoren prüfen jedes Projekt wieder viel genauer.

Was bedeutet das für den Zinshausmarkt 2023?

Die Nachfrage nach dem Produkt hat sich verändert. Gefragt ist das fertige Zinshaus in guter Lage für vermögende Privatinvestoren und Stiftungen. Für kapitalkräftige Investoren wird es mehr Auswahl geben. Liquidität schafft Opportunitäten bei Banken und im Einkauf. Institutionelle Käufer haben ein Problem mit dem steigenden Zinssatz, weil sie die Wertsteigerung der Immobilie nicht einberechnen können. Gefragt ist bei diesem Kundenkreis das ausbaugenehmigte Zinshaus. Sie sind auf rasche Produktentwicklungen angewiesen, denn es macht einen massiven Unterschied, ob man zwei oder vier Jahre lang eine Zinsbelastung von fünf Prozent zu tragen hat.

Wäre ein weiterer Zinsanstieg der Tod fürs Zinshaus?

Auf keinen Fall! Inflation und gesteigerte Mietnachfrage machen das Zinshaus weiterhin extrem wertstabil. Der Markt hat sich aber schlichtweg gewandelt. Nicht die Spekulation ist mehr der Treiber, sondern die grundsolide Investition in lang anhaltende Werte. Zu den Gewinnern zählen finanzkräftige Zinshauskäufer, da die Wertentwicklung mit der Inflation Schritt hält und in sehr guten Lagen sogar darüber liegt. Damit wird auch ein anteiliger Zinsaufwand bei genügend Liquidität langfristig vernachlässigbar. Wir haben, Gott sei Dank, noch immer die passenden Käufer!

Auf einen Blick

Etablierter Zinshausmakler

Die PLENUS Immobilien GmbH, mit Büros in Wien und Mödling, wurde 2019 gegründet. Geschäftsführer Thomas Gruber hat mehr als 30 Jahre unternehmerische Erfahrung und spezialisiert sich seit mehr als zehn Jahren auf den Zinshausmarkt.

www.plenus-immobilien.at


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