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Gül kritisiert Diskriminierung von Christen

Guel kritisiert Diskriminierung Christen
(c) Michaela Bruckberger
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Der türkische Präsident nennt die Behandlung von Christen durch Behörden eine „Schande“. Die EU-Kommission hatte die Türkei mehrfach aufgefordert, die Lage der Nicht-Muslime zu verbessern.

Strassburg/Ankara/Ag. Der türkische Präsident Abdullah Gül hat bei einem Besuch des Europarates in Straßburg (Frankreich) vor Journalisten die Diskriminierung von Christen durch die Behörden der Türkei angeprangert: Das sei eine „Schande“, sagte Gül laut der Zeitung „Milliyet“ am Donnerstag. Gül reagierte demnach auf den Hinweis von Reportern, dass das türkische Verwaltungsgericht die Einstellung eines armenischen Türken bei der für die EU-Bewerbung des Landes zuständigen Behörde verhindert habe.

Nicht-Muslime beklagen seit Langem, dass ihnen Beamten-Jobs verwehrt blieben. Christliche Kirchen in der Türkei klagen über das Fehlen eines gesicherten Rechtsstatus. Die EU-Kommission hatte die Türkei mehrfach aufgefordert, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die Lage der Nicht-Muslime zu verbessern.

 

Klosterland verstaatlicht

Der Oberste Gerichtshof in Ankara sprach indessen Ländereien des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel in Anatolien dem Staat zu. Die Enteignungsprozesse hatten Jahre gedauert und waren im Ausland kritisch verfolgt worden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.01.2011)