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Die Bonusrunde von Altmeister Geraint Thomas beim Giro

Geraint Thomas (in Rosa)
Geraint Thomas (in Rosa)APA/AFP/LUCA BETTINI
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Der Waliser Geraint Thomas könnte sich zum ältesten Sieger krönen.

Caorle. „Eine Menge Leute haben mich schon abgeschrieben. Aber schon letztes Jahr habe ich sie eines Besseren belehrt“, sagte Geraint Thomas und erklärte seinen Start beim diesjährigen Giro d'Italia, seinen insgesamt fünften, zur „Bonusrunde“. Und diese könnte am Sonntag in Rom mit einer historischen Krönung enden. Denn der Waliser, der heute seinen 37. Geburtstag feiert, behauptete auf der 17. Flachetappe nach Caorle das Rosa Trikot (der Italiener Alberto Dainese sprintete zum Tagessieg) und könnte im Finale, inklusive Anstieg auf die drei Zinnen sowie dem Zeitfahren am Samstag, zum ältesten Gesamtsieger der Italien-Rundfahrt avancieren.

Just beim Giro, der mit Jungstar Remco Evenepoel seinen Topfavoriten früh verloren hat (Corona), könnte nun die Ruhe und Erfahrung eines Altmeisters den Ausschlag geben. Thomas spulte sein Programm unbeeindruckt von Infektionsfällen oder dem Sturz-Aus seines Ineos-Kapitäns Tao Geoghegan Hart (11. Etappe) ab, gab zwischendurch Rosa ab, um sich und dem Team Kräfte zu sparen, und war dann beim Einbruch Primož Rogličs am Monte Bondone zur Stelle.

Aller guten Dinge sind drei

In Italien würde sich für Thomas, der bei der Tour schon dreimal aufs Podest (Triumph 2018) fuhr, ein Kreis schließen, schließlich hatte er hier einst seine Profi-Karriere begonnen. „Der Giro ist einfach schön. Ich musste die letzten beiden Male mit Stürzen raus, deshalb wollte ich zurückkehren. Das dritte Mal bringt vielleicht Glück“, so der Routinier. 2017 war er mit einem Polizeimotorrad kollidiert, 2020 von der Trinkflasche eines Kollegen zu Fall gebracht worden. Dass er trotz Beckenbruchs noch auf den Ätna fuhr, bewies seine Leidensfähigkeit. Gepaart mit Ausdauer und Geduld könnte das Thomas heuer in Rom jubeln lassen. (swi)

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