Australien

Großbrand in Sydney: Polizei sucht nach zwei Vermissten

Die Fabrik stand seit Jahren leer und hätte demnächst für Dutzende Millionen australische Dollar (12 Mio. austr. Dollar=7,32 Mio. Euro) in ein Hotel umgewandelt werden sollen.
Die Fabrik stand seit Jahren leer und hätte demnächst für Dutzende Millionen australische Dollar (12 Mio. austr. Dollar=7,32 Mio. Euro) in ein Hotel umgewandelt werden sollen.via REUTERS
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Einsatzkräfte suchen mit Hilfe von Spürhunden in den Trümmern nach zwei möglichen Vermissten. In der früheren Hutfabrik sollen zeitweise bis zu 15 Obdachlose Unterschlupf gefunden haben.

Nach dem gewaltigen Brand in einem historischen Gebäude im Herzen von Sydney suchen Einsatzkräfte mit Hilfe von Spürhunden in den Trümmern nach zwei möglichen Vermissten. In der früheren Hutfabrik im Stadtteil Surry Hills, die am Donnerstag den Flammen zum Opfer gefallen war, hätten zeitweise bis zu 15 Obdachlose Unterschlupf gefunden, berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP unter Berufung auf die Behörden.

Von zwei von ihnen fehle seit dem Feuer jede Spur. Die Fabrik stand seit Jahren leer und hätte demnächst für Dutzende Millionen australische Dollar (12 Mio. austr. Dollar=7,32 Mio. Euro) in ein Hotel umgewandelt werden sollen.

Rund 100 Anrainer aus angrenzenden Gebäuden können den Angaben zufolge wegen Sicherheitsbedenken noch immer nicht in ihre Wohnungen zurück. Am Dienstag sollte derweil mit den Abrissarbeiten der noch verbleibenden Teile der 1912 erbauten Fabrik begonnen werden, teilte die Polizei des Bundesstaates New South Wales mit. Zudem mussten riesige Mengen an Trümmern geräumt werden, da das Dach und Teile der Fassade eingestürzt waren.

Brandursache unklar

Die Brandursache ist derweil noch immer unklar. Jedoch hätten sich vier Jugendliche bei der Polizei gemeldet, die offenbar kurz vor Ausbruch des Feuers in dem Gebäude waren. Inwieweit sie involviert waren, wurde nicht bekannt. "Bisher wurde keine Anklage erhoben", hieß es von der Polizei lediglich.

Surry Hills ist ein auch bei Touristen beliebter Stadtteil in der australischen Millionenmetropole. Die schwarzen Rauchschwaden des Flammeninfernos waren vergangene Woche fast in der ganzen Stadt zu sehen. Es dauerte Stunden, bis das Feuer halbwegs unter Kontrolle war.

(APA/dpa)


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