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Protest: "Frauen fühlen sich von Berlusconi beleidigt"

Protest:
Protest: "Frauen fühlen sich von Berlusconi beleidigt"(c) AP (Stefano De Grandis)
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Innerhalb weniger Tage hat eine Gruppe italienischer Professorinnen, Politikerinnen und Journalistinnen 100.000 Unterschriften für den Rücktritt von Regierungschef Berlusconi gesammelt.

Eine Gruppe italienischer Professorinnen, Politikerinnen und Journalistinnen hat eine Unterschriftenaktion gestartet, um den Rücktritt von Ministerpräsident Silvio Berlusconi zu verlangen. 100.000 Unterschriften wurden in wenigen Tagen im Internet gesammelt. Am 13. Februar ist in allen größeren italienischen Städten eine Demonstration von Frauenverbänden geplant, bei der die Rücktrittsforderung bekräftigt werden soll.

Gegen den Regierungschef laufen Ermittlungen wegen Amtsmissbrauchs und Beihilfe zur Prostitution. "Italien will seine Würde zurückhaben. Wir protestieren gegen eine Führungselite, die alle Regeln missachtet. Die italienischen Frauen fühlen sich von diesem Premierminister beleidigt", erklärte die Initiatorinnen der Protestkundgebung.

Berlusconi steht seit fast zwei Jahren wegen verschiedener Affären um junge Frauen und Callgirls in der Kritik. Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat zuletzt wegen Prostitutionsvorwürfen Ermittlungen gegen Berlusconi und drei seiner Mitarbeiter eingeleitet. Demnach soll der 74-Jährige eine damals 17-Jährige für Sex bezahlt und später sein Amt missbraucht haben, um die Beziehung zu vertuschen. Berlusconi weist die Vorwürfe zurück und wirft den Staatsanwälten politische Motive für die Ermittlung vor.

Am Sonntagnachmittag befragten die Mailänder Staatsanwälte die Regionalpolitikerin Nicole Minetti, die ebenfalls in die Sexaffäre involviert ist. Die 25-jährige Regionalrätin und Aktivistin von Berlusconis Partei Volk der Freiheit (PdL) wird beschuldigt, Mädchen zu den Partys in der Villa des Premierministers eingeladen zu haben. Drei Stunden lang antwortete die junge Frau auf die Fragen der Ermittler und wies die Vorwürfe zurück.

(Ag.)