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App Store: Apple lehnt Sonys eBook-Anwendung ab

BRITAIN APPLE EARNINGS SHARES FALL STEVE JOBS
EPA (Andy Rain)
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Sony behauptet, Apple hätte die Regeln für den App Store verschärft. Es wird spekuliert, ob Amazons Kindle-App demnächst rausfliegen könnte. Für alle Beteiligten geht es beinhart ums Geld im eBook-Geschäft.

Den strengen Kriterien von Apples App Store ist ein prominenter Hersteller zum Opfer gefallen. Sony darf seine eBook-Anwendung nicht für iPhone, iPad und iPod Touch vertreiben. Grund soll nach Angaben der New York Times sein, dass Sony seine Bücher über einen eigenen Vertriebskanal verkauft und nicht über die von Appe forcierten In-App-Käufe. Sonys eBook-Chef Steve Haber erklärte, Apples Modell sei "das Gegenteil von dem, was wir auf den Markt bringen wollten." Auf seiner Website schreibt das Unternehmen, Apple hätte die Regeln wieder einmal eingeschränkt und dies nicht ausreichend kommuniziert.

30 Prozent Beteiligung für Apple

Neben Sony sollen auch andere Entwickler darauf hingewiesen worden sein, dass sie Zusatzinhalte, wie etwa Zeitungsausgaben oder eBooks, nur noch über In-App-Einkäufe vertreiben dürfen. Aus Apples Sicht verständlich, da der Hersteller dann seine 30 Prozent Umsatzbeteiligung einstreifen kann. Unklar ist aber derzeit, ob Apple nur verbietet, Inhalte über eine App abseits der erlaubten Mechanismen zu verkaufen oder ob auch Inhalte, die etwa bei Amazons Kindle-Plattform erworben worden, nicht mehr angesehen dürfen.

Amazon verkauft an Apple vorbei

Amazon umgeht die In-App-Pflicht, indem Nutzer auf die Website des Unternehmens geleitet werden, um Bücher zu erwerben. Zurück in der Kindle-App synchronisiert diese die neu gekauften Bücher mit Amazon. Während die Times spekuliert, dass deshalb die Kindle-App auch aus dem App Store fliegen könnte, zeichnet TechCrunch ein differenzierteres Bild. Dadurch, dass weder von Apple noch Amazon Stellungnahmen vorliegen, könne man nicht sagen, wie sich die Lage in nächster Zeit wirklich präsentieren werde, heißt es in dem Artikel.

Alternativen zur App möglich

Fest steht, dass es für alle Beteiligten knallhart ums Geld geht. Apples iBookstore kann sich noch nicht so sehr durchsetzen. Das liegt auch in der (gerade im Vergleich zu Amazon) geringen Auswahl. Sollte Apple wirklich verbieten, dass außerhalb des eigenen Ökosystems gekaufte Inhalte über Apps genutzt werden, wird Amazon dabei wohl kaum mitspielen. Eventuell wird das Unternehmen es Google gleich machen. Der Webkonzern hatte für seine Latitude-Anwendung einfach eine Web-Lösung programmiert, nachdem Apple die entsprechende App verboten hatte.

(db)