Eis und Schnee
Blizzard legt die USA lahm
Rund 100 Millionen Amerikaner waren vom schlimmsten Schneesturm seit Jahrzehnten betroffen. Eis und Schnee legten das öffentliche Leben lahm.
Begleitet von schweren Stürmen und Rekord-Minustemperaturen hat ein gewaltiger Blizzard in weiten Teilen der USA Schneeberge und dickes Eis hinterlassen.
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Meteorologen sprachen vom schlimmsten Sturm seit Jahrzehnten. Etwa 100 Millionen Amerikaner - also etwa jeder Dritte US-Bürger - waren betroffen.
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Besonders schwer erwischte es die Millionenmetropole Chicago in Illinois. Hier schneite es so heftig, dass sich die weiße Pracht binnen weniger Stunden mehr als 40 Zentimeter hoch auftürmte.
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Zeitweise peitschten eiskalte Winde mit einem Tempo von knapp 80 Stundenkilometern durch die Straßen. Der Luftverkehr kam weitgehend zum Erliegen. Seit Dienstag fielen landesweit mehr als 12.000 Flüge aus.
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Hunderttausende Menschen waren von der Stromversorgung abgeschnitten, zahllose Schulen blieben geschlossen. Selbst im südlichen Texas waren die Straßen vereist, die Temperaturen lagen tief in den Minusgraden.
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Der Schneesturm hat die Auto-Produktion im Mittleren Westen lahmgelegt. Wegen Zuliefer-Engpässen mussten große Hersteller wie Chrysler, General Motors und Ford den Betrieb in zahlreichen Werken weitgehend einstellen.
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Selbst die hartgesottenen Bewohner Chicagos, die derlei Unbill mit stoischer Ruhe hinzunehmen pflegen, zeigten einen Anflug von Panik. „Mir reicht es. Wenn das so weitergeht, ziehe ich nach Florida“, schnaubte eine junge Afroamerikanerin.
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In Missouri rückte die Nationalgarde aus, der 400 Kilometer lange Autobahnabschnitt zwischen St. Louis und Kansas City wurde gesperrt. Weil der Vertrieb aussichtslos schien, erschien die Tageszeitung „The Tulsa World“ in Oklahoma erstmals seit seiner Gründung 1905 nicht.
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Viele Behörden warnten vor lebensgefährlichen Bedingungen und riefen die Bürger auf, zu Hause zu bleiben.
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Noch ist das Ärgste nicht überstanden. Schnee und Eis drohen, die Stromversorgung für hunderttausende Amerikaner zu kappen.
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In Chicago wurde die Uferstraße am Lake Michigan gesperrt.
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Das Unwetter zog weiter Richtung Nordosten, in die Neuengland-Staaten und nach Kanada.
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