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Ägypten verbittet sich "Einmischung" der Türkei

Ägypten verbittet sich
Protest gegen Mubarak in Istanbul(c) REUTERS (Murad Sezer)
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Der türkische Botschafter in Kairo ist ins Außenamt zitiert worden. Der türkische Regierungschef Erdogan hatte das Regime zu demokratischen Reformen aufgefordert.

Die ägyptische Regierung hat sich nach kritischen Äußerungen aus Ankara eine "Einmischung" in den innenpolitischen Konflikt verbeten. Der türkische Botschafter in Kairo sei in das ägyptische Außenamt zitiert worden, berichteten türkische Medien am Dienstag. Dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu sei zudem eine "schriftliche Warnung" übermittelt worden. Nur das ägyptische Volk könne entscheiden, welchen Weg es wählen werde, hieß es darin.    

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte  Präsident Hosni Mubarak nach dessen Verzicht auf eine Wiederkandidatur im kommenden Herbst aufgefordert, weitere Schritte zu ergreifen, um die Forderungen der Demonstranten zu erfüllen. "Die geforderten Freiheiten können nicht negiert oder auf später verschoben werden", betonte Erdogan. In der Türkei und auch international war dies als Rücktrittsaufforderung empfunden worden.

Außenminister Davutoglu sagte, er traue der ägyptischen Regierung keine Reform des politischen Systems zu. "Ein politischer Wandel ist mit der aktuellen Regierung unmöglich", sagte der türkische Außenminister.

Neue Großdemonstrationen geplant

Unterdessen gehen die Proteste in Ägypten weiter. Für Dienstag hat die Opposition zu neuen Großkundgebungen aufgerufen.

 

(Ag.)