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Ex-Telekom-Vorstand verteidigt Hochegger-Honorare

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TELEKOM(c) APA (Georg Hochmuth)
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Die teilstaatliche Telekom Austria soll für die "Positionierung" einzelner Vorstände unverhältnismäßig hohe Summen gezahlt haben. Ex-Vorstand Rudolf Fischer verteidigt diese: Sie hätten tatsächlich etwas gebracht.

Rudolf Fischer, ehemaliger Festnetz-Vorstand der teilstaatlichen Telekom Austria, nimmt erstmals zu umstrittenen Zahlungen seines Unternehmens an den Lobbyisten Peter Hochegger Stellung. Die Telekom soll  Hochegger innerhalb von zehn Jahren 25 Millionen Euro gezahlt haben. Wofür ist über weite Strecken unklar.

"Da ist es ja nicht allein um meine Positionierung gegangen, sondern auch darum, wie der Konzern seine einzelnen Bereiche und auch die dafür verantwortlichen Manager in der Öffentlichkeit rüberkommen", verteidigt Fischer Zahlungen an Hochegger unter seiner Amtszeit im "Kurier". Laut Recherchen des "profil" hat Hochegger im Jahr 2006 500.000 Euro von der Telekom bekommen - für die öffentliche "Positionierung" ausgewählter Vorstandsdirektoren, wie es unternehmensintern heißt. Hochegger soll zu exklusiven Dinner-Partys geladen haben, um die Vorstände zu "positionieren". Prominent werden dabei Rudolf Fischer und sein Nachfolger in der Telekom-Sparte, Gernot Schieszler, genannt.

Keine Angaben über Höhe der Zahlungen

Zum Gesamtvolumen der Zahlungen will Fischer sich nicht äußern - "darüber kann ich nichts sagen, da weiß ich auch zu wenig". Gegeben habe es jedoch ein PR-Konzept mit Namen "PR-Positionierung COO Fischer - Frische Impulse für Infrastrukturpolitik", das Hochegger 2003 für die Telekom erarbeitet hat. "Ein jeder Manager hat ein Positionierungsprogramm. Andere gehen in ein Medien-Traninig, das kostet ja auch nicht gerade wenig", sagte Fischer. Was sein "Programm" gekostet hat, weiß er nach eigenen Angaben nicht mehr. Den Auftrag dafür habe er aber selbst gegeben und das Programm habe dem Unternehmen in seinem Fall tatsächlich etwas gebracht.

(Red.)