Drift auf Eis: Aston Martin in St. Moritz

(c) Martin Meiners
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St. Moritz, Nobelskiort und Schauplatz eines verrückten Pferderennens, ist um eine Attraktion reicher: Aston Martin lädt zum gepflegten Drift auf Eis – mit 500 PS.

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St. Moritz rühmt sich ja, den Wintersport überhaupt erst erfunden zu haben. Allerdings gab es vor 105 Jahren auch im Schweizer Nobelskiort noch keine Skilifte. So verlegte man kurzerhand die Abfahrt ins Flache: Im Jahr 1906 tobte das erste Skijöringrennen durchs Schweizer Oberengadin. Bei dieser Disziplin lassen sich Skifahrer von Pferden ziehen (selbstredend keine Schindmähren, sondern prächtige Vollblüter). Das Spektakel steigt bis heute im Rahmen des „White Turf“, eines der berühmtesten Pferderennen der Welt. Alljährlich im Februar jagen Pferde im Galopp, mit Kufenanhängern oder Skifahrern im Schlepptau über den zugefrorenen St. Moritzer See. Der internationale Jetset lässt sich die Thrills nicht entgehen, wenn zum Beispiel Skier bei gut 50 km/h unter donnernde Hufe geraten oder sich Leinen beim Start verwurschteln.
Die begüterte Klientel ist also bereits gut vertreten auf diesen knapp 2000 Meter Seehöhe, wenn Aston Martin auf dem Nachbarsee zu einem anderen Schneetreiben lädt: Wer ein Auto des englischen Sportwagenherstellers besitzt oder vielversprechend genug erscheint, eines zu kaufen, wird zum Drift auf Eis gebeten. „Viele Kunden sind überrascht, dass es für Aston Martin überhaupt
Winterreifen gibt“, erzählt einer der Instruktoren. Er lehrt, wie man bewusst die Kontrolle über 500 PS verliert, die Hinterachse in den weiten Driftwinkel schickt – und im Idealfall auch wieder einfängt. Das will geübt sein. Zu Beginn geben sich die Herrschaften gar vorsichtig, doch spätestens beim abschließenden Rennen ist der Ehrgeiz erwacht. Das klingt doch viel lustiger, als im öden Davos über Welt und Wirtschaft zu palavern.

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