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London: Proteste gegen "Faschisten" Sarrazin

London: Proteste gegen
London: Proteste gegen "Faschisten" SarrazinMoslemkritiker Thilo Sarrazin (c) Reuters (Thomas Peter)
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Der umstrittene deutsche Ex-Banker und Moslemkritiker Thilo Sarrazin ist bei einem Auftritt an einer Londoner Hochschule auf regen Widerstand gestoßen. Mit Studenten lieferte er sich ein heftiges Wortgefecht.

Der wegen seiner Islamthesen umstrittene deutsche Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin ist bei einem Auftritt in London auf massiven Widerstand gestoßen. Am Montag musste eine an der "London School of Economics" geplante Diskussionsrunde abgesagt werden. "Aus Sicherheitsgründen mussten wir in ein Hotel ausweichen", hieß es von der Hochschulleitung.

Zuvor hatte es Proteste von Studenten gegeben, die kritisierten, Sarrazins umstrittene Thesen zur Integration passten nicht zum Geist der Hochschule. Zudem hatte die britische Tageszeitung "Independent" über den "antisemitischen Banker" berichtet, der alle Muslime als "Schwachköpfe" bezeichnet habe.

Diskussion eskaliert

Nach Verlegung der Diskussionsrunde fanden mehrere hundert Menschen - zum großen Teil Sarrazin-Kritiker - in den kleineren Räumlichkeiten keinen Platz. Als Sarrazin den Raum betrat, stürzte ein Student auf die Bühne und lieferte sich ein heftiges Wortgefecht mit dem ehemaligen Bundesbanker und Berliner Finanzsenator, den er als "Faschisten" bezeichnete.

An der Diskussion mit Sarrazin nahmen auf Einladung der Deutschen Studentenvereinigung an der "London School of Economics" unter anderem die Publizisten Henryk M. Broder und Hellmuth Karasek teil.

(Ag.)