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Medien: Mubarak in dramatisch schlechtem Zustand

Ringt Mubarak
(c) EPA (SELIMAN EL OTEIFI)
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Der gestürzte Despot soll schwer krank sein. Medikamente verweigert er angeblich. Mubarak habe gebeten, ihn in Ägypten "sterben zu lassen".

Die Spekulationen über die Verfassung des früheren ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak reißen nicht ab: Einem Zeitungsbericht zufolge hat sich der Gesundheitszustand des früheren ägyptischen Präsidenten dramatisch verschlechtert.

Der 82-Jährige verweigere die notwendige medizinische Versorgung und wolle nicht zur Behandlung nach Deutschland gebracht werden, berichtete die saudi-arabische Zeitung "Ashark al-Aswat" am Dienstag in ihrer Internetausgabe.

"Nur noch eine Frage der Zeit"

"Er hat die Menschen in seiner Umgebung gebeten, ihn in seinem Land sterben zu lassen", zitierte die Zeitung einen ehemaligen Mitarbeiter aus dem Umfeld des militärischen Oberkommandos. "Ich glaube, es ist nur noch eine Frage der Zeit."

Nach Erkenntnissen des amerikanischen Geheimdienstes leidet Mubarak an Speicheldrüsenkrebs. Er hatte sich 2004 in München an den Bandscheiben operieren lassen. Im März 2010 waren ihm in Heidelberg Gallenblase und ein gutartiges Darmgeschwür entfernt worden. Dabei hatte man offenbar auch Krebs entdeckt.

"Er ist möglicherweise in einem schlechten Zustand“, erklärte zuletzt Ägyptens Botschafter in den USA, Sameh Shoukry. Der Diplomat berief sich in einem Interview mit dem TV-Sender NBC am Montag auf Regierungskreise in Ägypten.

"Er ist okay"

Seit seinem Sturz am Freitag war wiederholt kolportiert worden, Mubarak sei bereits tot. Aus dem Umfeld der Präsidentschaft hieß es indes: "Er ist okay."

(Ag.)