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3 tauscht sein komplettes Netz mit Hilfe aus China

tauscht sein komplettes Netz
(c) Presse Digital (Daniel Breuss)
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Mit einem "radikalen Schnitt" ersetzt der Mobilfunker seine gesamte Hardware gegen Ausrüstung von ZTE. Damit soll bis Herbst 2011 österreichweit HSPA+ verfügbar sein. Das Netz wird so auf LTE vorbereitet.

China festigt seinen Griff um Österreichs Mobilfunker 3. Das ohnehin schon immer unter Finanzhoheit von Hutchison Whampoa stehende Unternehmen hat im Vorjahr sein Netz an die China Development Bank verkauft. Jetzt rüstet der chinesische Hersteller ZTE die gesamte Infrastruktur von 3 um. Das heißt, alle Basisstationen und die dazugehörige Hardware werden auf die Datentechnologien LTE und HSPA+ umgestellt. Bis zum Herbst des heurigen Jahres soll letzteres verfügbar sein und Datenraten von bis zu 42 Megabit pro Sekunde ermöglichen. Beide Unternehmen gaben diese Entwicklung auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona bekannt.

Nokia Siemens Networks abgeschafft

Durch die Finger schaut bei dem Deal Nokia Siemens Networks. 3-Chef Jan Trionow bestätigte während der Pressekonferenz, dass man die Hardware des bisherigen Ausrüsters wechseln und nicht mehr einsetzen werde. Der "radikale Schnitt" sei aber die bessere Alternative gewesen, als die Stationen langsam im Lauf der Zeit auszutauschen. Für ZTE ist der Austausch des 3-Netzes ein Prestigeprojekt. Die Chinesen wollen damit das erste landesweite LTE-Netz der Welt auf die Beine stellen. Dementsprechend hofft auch 3, dass die Qualität für die Kunden passt. Beide Unternehmen haben hier etwas zu beweisen.

80 Prozent kaufen ein Smartphone

Auf die Frage, wieviel die chinesische Investment-Bank, an die das Netz verkauft wurde, bei der Entscheidung für ZTE mitzureden hatte, reagierte Trionow ausweichend. Finanzielle Hintergründe seien Teil der Überlegungen gewesen, die zur Entscheidung geführt haben, sagt der Firmenchef. Er sieht die neue Mobilfunktechnik LTE als notwendig an, um mit den steigenden Datenmengen fertig zu werden. Allein im vergangenen Halbjahr ist das Volumen allein bei den Handykunden um 590 Prozent angestiegen. Trionow sieht Smartphones als Grund dafür. 80 Prozent der Neukunden würden sich für so ein Gerät entscheiden.

(db)