Das Oberösterreicher planen zur Finanzierung der Expansion eine Kapitalerhöhung. Zudem wird die Aufnahme in den ATX angestrebt.
Der börsenotierte Faserhersteller Lenzing braucht Geld, um seinen geplanten massiven Kapazitätsausbau in Asien zu finanzieren. Schon im Dezember hat sich das Unternehmen diverse Vorratsbeschlüsse absegnen lassen. So wurde ein Aktiensplit (1:7) bereits umgesetzt. Bald könnte eine Kapitalerhöhung folgen. Wie Bloomberg unter Berufung auf zwei mit dem Deal vertraute Personen berichtet, sollen bis Ende April neue und alte Aktien mit einem Wert von rund 500 Millionen Euro zum Verkauf angeboten werden.
Lenzing dementiert nicht
Offiziell hält man sich noch bedeckt. Gestern hatte Finanzvorstand Thomas Winkler gemeint, es sei noch keine Investmentbank eingeschaltet. Bloomberg zufolge könnten Morgan Stanley, UniCredit SpA und Deutsche Bank beauftragt werden.
Bei Lenzing hieß es dazu heute lediglich. "Wir haben immer gesagt, dass wir alle verfügbaren Handlungsoptionen für unser Unternehmen prüfen. Derzeit sind keine Entscheidungen über etwaige Transaktionen gefallen."
ATX bedingt 25 Prozent Streubesitz
Das Ziel von Lenzing-Chef Peter Untersperger ist es, in den ATX zu kommen, wie er bereits im Jänner gesagt hat. Dafür ist ein Streubesitz von mindestens 25 Prozent notwendig.
Die B&C Industrieholding, die derzeit 90,5 Prozent der Anteile an Lenzing hält, wird möglicherweise einen Teil ihrer Aktien auf den Markt werfen. Dies wollte aber B&C-Chef Michael Junghans nicht bestätigen. B&C wäre bereit, ihren Anteil aktiv zu senken. "Wir haben im Jänner kommuniziert, dass wir uns eine entsprechende Verwässerung vorstellen können. Seitdem sind keine weiteren Entscheidungen betreffend Volumen oder Zeitplan getroffen worden", bekräftigte Junghans.
(APA)