Schade eigentlich, dass der Assistenzeinsatz des Bundesheers an der Grenze heuer ausläuft. Denn davon haben schließlich alle profitiert: die Landeshauptleute und Minister, die sich als unermüdliche Kämpfer für die Sicherheit profilieren konnten. Die Berufssoldaten, die für einen zwar faden, aber ungefährlichen Einsatz ähnliche Prämien bekamen wie für einen gefährlichen Auslandseinsatz. Die Präsenzdiener, die lieber sinnlos herumstehen, als sinnlos durchs Gelände zu robben. Die Wirte, die sich über garantierten Zusatzumsatz freuen konnten. Und schließlich die Journalisten: Bei keinem anderen Thema kann man so einfach über kompletten Schwachsinn herziehen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.02.2011)