Mailänder Defilees … und alle reden über Paris? Auslöser war Dior-Chefdesigner John Galliano, der letzte Woche antisemitische und ausländerfeindliche Aussagen getätigt haben soll.
Mailänder Defilees … und alle reden über Paris? Auslöser war Dior-Chefdesigner John Galliano, der letzte Woche antisemitische und ausländerfeindliche Aussagen getätigt haben soll. Drei Tage danach tauchte ein Video auf, in dem Galliano erneut (!) von seiner Begeisterung für Adolf Hitler und vom „Vergasen“ unliebsamer Individuen sprach. Die unverzüglich getroffene Entscheidung des Dior-Mutterkonzerns LVMH unter Bernard Arnault, Galliano zu suspendieren, erwies sich damit als umso richtiger. Denn Auftritte, wie sie der Designer innerhalb weniger Tage lieferte, diskreditieren ihn als Privatperson und als öffentliche Figur. Die Versuche einiger Branchenvertreter, wie der italienischen „Vogue“, für Milde aufgrund seiner Trunkenheit oder weil er provoziert worden sei zu plädieren, können nur mit ungläubigem Staunen quittiert werden. Aussagen wie jene Gallianos kommen auch dann nicht aus dem Nichts, wenn man „einen über den Durst getrunken hat“. Zum Glück ist man in Frankreich in dieser Hinsicht weniger nachsichtig, als das in anderen Ländern vielleicht der Fall wäre. Naziparolen sind in der Mode ebenso wenig ein Kavaliersdelikt wie anderswo.