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Polen: Das große Scharwenzeln um die Top-Lagen

AP Photo/Czarek Sokolowski
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Der polnische Markt verzeichnete 2010 satte Zuwächse im Transaktionsvolumen bei gewerblichen Immobilieninvestments.

Wien - Im Jahr 2010 wurden laut Aengevelt Immobilien in Polen zwei Milliarden Euro im gewerblichen Immobiliensektor investiert – ein Anstieg um zirka 170 Prozent im Vergleich zum Krisenjahr 2009, in dem rund 705 Millionen erzielt wurden.

Ein Plus von rund 80 Prozent gibt es beim Büroflächenumsatz in Warschau zu verzeichnen: Dieser belief sich im Jahr 2010 auf rund 400.000 Quadratmeter. 2009 waren es im Vergleich dazu nur 220.000 Quadratmeter. Aengevelt prognostiziert für 2011 einen Anstieg auf bis zu 500.000 Quadratmeter und eine Fertigstellung von rund 110.000 Quadratmetern moderner Bürofläche. Das geringe Neuangebot ist auf die geringe Zahl neuer Büroprojekte zurückzuführen.

Grund für Optimismus?


„Polen profitiert vom Attraktivitätsverlust anderer Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas, vor allem Ungarns und Rumäniens“, so Dariusz Kunik von Aengevelt Immobilien, verantwortlich für den Bereich CEE.
Das Hauptaugenmerk richte sich weiterhin auf Warschau. Laut Savills-Analysten werden Büromieten in Innenstadtlagen heuer um 12,5 Prozent steigen. Der Mangel an geeigneten Immobilien bewirkte jedoch einen Rückgang der Renditen in den Asset-Klassen Büro, Einzelhandel und Logistik; sie liegen laut Aengevelt-Analysten bei 6,5 Prozent. Die Stimmung scheint darunter nicht zu leiden, denn die rege Investitionstätigkeit des Jahres 2010 setzt sich im ersten Quartal 2011 fort.


Der guten allgemeinen Entwicklung zum Trotz gelangen nur Objekte in 1A-Lagen in den Fokus der Investoren. „Viele Projektentwickler haben ihre Grundstücke  noch zu Spitzenpreisen erworben. Die Finanzkrise hat Investitionsrechnungen zunichte gemacht“, erklärt Kunik. Fast keinen Markt gab es in 2009 und 2010 für B-Lagen, denn Preisabschläge wurden in diesem Segment nicht hingenommen.
Die begrenzte Verfügbarkeit erstklassiger Immobilien lässt Kunik annehmen, dass der Gesamtumsatz 2011 gegenüber 2010 nicht  weiter steigen wird.  (red)