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Utah will Goldmünzen als alternative Währung einführen

In this photo provided by Albanese Rare Coins, the reverse (back) of one of the four known 1804 U.S.
(c) AP
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80 Jahre nach der Abschaffung als gesetzliches Zahlungsmittel will der US-Staat Utah Gold- und Silbermünzen als alternatives Geld zulassen.

Der US-Bundesstaat Utah will Gold- und Silbermünzen wieder als offizielles Zahlungsmittel einführen, berichtet "foxnews.com". Am Donnerstag steht im Parlament in Utah eine entsprechende Abstimmung darüber an, ob von der Bundesregierung geprägte Gold- und Silbermünzen nach 80 Jahren wieder anerkannt werden. Die Münzen sollen den Dollar nicht ersetzen, könnten aber als alternative Zahlungsmittel verwendet werden.

Das Gesetz würde es den Einwohnern Utahs auch erlauben, ihre Steuern mit Gold zu bezahlen. Zudem fordert das Gesetz einen Ausschuss, der den Einsatz alternativer Währungen für den Bundesstaat untersuchen soll. Der Verkauf von Gold soll weiters von der Kapitalertragssteuer befreit werden.

"Ein Plan B ist keine schlechte Idee"

Wenn das Gesetz das Abgeordnetenhaus Utahs passiert, müsste es anschließend dem Senat des Bundesstaates vorgelegt werden, bevor es der Gouverneur unterzeichnen kann. Rechtsanwalt und Tea Party-Aktivist Larry Hilton, der Autor des Gesetzes, sieht jedenfalls keine Hürden mehr. "Es gibt genug Unruhe in der Wirtschaft, die in den Menschen das Gefühl auslöst, ein Plan B, eine Art Backup-System, ist keine schlechte Idee", sagt er.

Ron Paul, den langjährigen vehementen Kritiker der US-Notenbank, hat Hilton jedenfalls auf seiner Seite. "Aktionen wie Ihre zeigen die Wichtigkeit zu einem gesunden Geld zurückzukehren", schrieb Paul, der sich für die Rückkehr zum Goldstandard ausspricht, in einem Brief an Hilton. "Selbst wenn solche Bemühungen im ersten Anlauf nicht zu einem legislativen Erfolg führen, liegt ihre Bedeutung darin, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Problem des immer schwächer werdenden Dollar und die Notwendigkeit der Rückkehr zu einem vernünftigen Geld-System zu lenken."

"Das ist keine Anti-Dollar-Angelegenheit"

Hilton wollte eigentlich noch weiter gehen und auch andere Münzen als nur US-Münzen zulassen. "Das ist keine Anti-Dollar-Angelegenheit", betont Hilton. "Wir wollen den Dollar stärken", sagt er. Die Debatte über die Einführung von Gold und Silber könne heilsam auf die politischen Entscheidungsträger wirken.

Ein Erfolg in Utah könnte jedenfalls Folgewirkung haben. In zwölf weiteren US-Bundesstaaten liegen ähnliche Anträge vor:

  • Colorado
  • Georgia
  • Montana
  • Missouri
  • Indiana
  • Iowa
  • New Hampshire
  • Oklahoma
  • South Carolina
  • Tennessee
  • Washington
  • Vermont

(phu)