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Lucas Vater verliert Töchter: "Rache des Systems"

Bernhard Haaser Luca
Archivbild Bernhard Haaser(c) APA (Herbert Pfarrhofer)
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Die Behörden haben dem Vater des verstorbenen Luca die Töchter abgenommen. Er selbst sieht sich als "Staatsfeind Nummer eins". Die Jugendwohlfahrt spricht von einer "Gefährdungsmeldung".

Als Obmann des Kinderschutzvereins Luca hat sich Bernhard Haaser oft über die Untätigkeit der Behörden beschwert, nun hat die Tiroler Jugendwohlfahrt ihm seine beiden Töchter abgenommen. "Sie werden mich nicht zum Schweigen bringen, weil sie meine Töchter bedrohen", zeigte sich Haaser bei einer Pressekonferenz in Wien kämpferisch. Die Behörden verteidigten ihre Vorgangsweise: "Wir haben eine Gefährdungsmeldung bekommen und mussten diese ernst nehmen und haben entsprechende Abklärungsschritte gemacht", sagte ein Mitarbeiter der Jugendwohlfahrt.

"Ich garantiere Ihnen, dass meine Kinder keine Schläge bekommen haben", betonte Haaser, der als Vater des 2007 verstorbenen Luca Bekanntheit erlangte. Dass die Wohlfahrt nun auch die Obsorge für seine zweite Tochter beantragte (bereits Anfang März wurde ihm die jüngere Schwester abgenommen), betrachtete er "als Rache des Systems". Erst in der vergangenen Woche habe er zwei neue Anzeigen gegen die Jugendwohlfahrt eingebracht. "Ich bin der Staatsfeind Nummer eins und habe mich mit Leuten angelegt, die viel Macht haben."

"Bernhard Haaser hat den Kampf gegen die Jugendämter aufgenommen, jetzt wird ihm vorgeworfen, dass er seine Töchter schlagen würde", sagte FPÖ-Bundesparteiobmann-Stellvertreter Norbert Hofer. "Wir wollen ihn nicht parteipolitisch vereinnahmen, es ist ein menschliches Thema. Wir wollen helfen", meinte er.

(APA)