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Dänemark: "Assimilieren" statt "integrieren"

Dänemark:
Dänemark: "Assimilieren" statt "integrieren"Symbolbild (c) EPA (Bed Al Hafiz Hashlamoun)
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Geht es nach dem dänischen Integrationsminister Sören Pind soll zukünftig für Einwanderer nicht mehr "Integration", sondern "Assimilation" gelten. Indes fordern die Rechtspopulisten eine härtere Ausländerpolitik.

Der neue dänische Integrationsminister Sören Pind hat schon am ersten Tag nach seiner Ernennung für eine Kontroverse gesorgt. Pind sprach sich am Mittwoch in Interviews dafür aus, künftig in Dänemark nicht mehr von "Integration" sondern von "Assimilation" zu sprechen. Er rechtfertigte diese Meinung unter anderem damit, dass er davon ausgehe, dass Einwanderer aus dem Grund nach Dänemark kämen, weil sie Dänen werden wollten.

NGOs üben heftige Kritik

Während Vertreter von Einwandererhilfs-organisationen und der Integrationssprecher der Konservativen, Naser Khader, teils starke Kritik an der Wortwahl Pinds übten und dessen Aussage bei den Bemühungen um eine erfolgreiche Integration von Einwandern als wenig hilfreich bis kontraproduktiv beurteilten, legten die mitregierenden Rechtspopulisten von der Dänischen Volkspartei (DF) dem neuen Regierungsmitglied einen umfangreichen Forderungskatalog mit weiteren Verschärfungen für Einwanderer vor.

Ein DF-Sprecher sagte gegenüber der Tageszeitung "Information", er sehe Dänemark in einen "Kulturkampf" verwickelt, in dem es um die Existenz des ganzen Landes gehe. Pind solle daher nicht nur die richtigen Worte finden, sondern auch handeln. Der rechtsliberale Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen stellte sich in der Debatte prinzipiell hinter seinen Parteikameraden Pind. Es sei durchaus dessen Aufgabe, "Haltungen zu formulieren und nicht nur Regeln zu befolgen", so der Regierungschef.

(Ag.)