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"Schlacht vom Bergisel": Rundgemälde an neuem Ort

Panorama Bergisel Innsbruck
Das Bergisel-Gemälde an seinem neuen Standort(c) APA/ROBERT PARIGGER (Robert Parigger)
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Das Innsbrucker Museum am Bergisel öffnet seine Pforten. Herzstück ist das Riesenrundgemälde der Schlacht vom Bergisel. Die Errichtung des Museums hat 23,3 Millionen Euro gekostet.

Auf eine "spannende Zeitreise" durch die bedeutendsten Stationen der Tiroler Geschichte und Kulturgeschichte will das neue Museum am Bergisel über Innsbruck die Besucher mitnehmen. "Das Tirol Panorama" wird am Samstag mit einem Festakt eröffnet. Gebaut wurde das 23,3 Millionen Euro teure Museum nach Plänen der beiden Architekten Philipp Stoll und Reinhard Wagner. Im Vorfeld sorgten unter anderem die Übersiedlung des Riesenrundgemäldes von der Rotunde in Innsbruck auf den Bergisel sowie die Kosten für zum Teil heftige Kritik.

Donnerstagabend erhielten Journalisten Einblick in das Museum, das durch große Glasfronten den Besuchern einen Panoramablick auf Innsbruck erlaubt. Im Museum ist es Interessierten dann möglich anhand des berühmten Panoramabildes von Innsbruck nachzuvollziehen, wie sich die Stadt in den letzten 200 Jahren verändert hat. Die Hauptattraktion stellt das Riesenrundgemälde dar. Es zeigt auf 1000 Quadratmetern in einer 360-Grad-Sicht den Tiroler Freiheitskampf von 1809 vor der Kulisse Innsbrucks. Das Gemälde wurde 1896 von dem Münchner Zeno Diemer geschaffen und ist nun nach einer umfangreichen Restaurierung an seinem neuen Standort zu bestaunen. Tageslichteinfall und eine ausgeklügelt Beleuchtung sollen das Bild nun in seiner vollen Schönheit erstrahlen lassen.

Unterirdisch zu den Kaiserjägern

Vom neuen Museum gelangt man unterirdisch in das bereits seit langem bestehende "Kaiserjägermuseum", einen weiterer Teil des Gesamtkonzepts. In ihm soll die Militärgeschichte Tirols vom 18. bis ins 20. Jahrhundert dokumentiert werden. Die historische Sammlung des Museums knüpft direkt an das Drama der Bergiselschlacht von 1809 an. Ein Raum im "Kaiserjägermuseum" setzt sich mit dem Kontinent Europa und der Europäischen Union auseinander und steht unter dem Motto "Nach Krieg: Europa". Hier soll die Geschichte der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart behandelt werden. Im Kontrast zu den historischen Exponaten ist dieser Teil der Ausstellung modern gestaltet, 3D-Visualisierungen und interaktive Elemente lassen den Besucher die Geschichte Europas erleben und bieten zahlreiche Informationen zu verschiedensten Themen der Gegenwart. Die Vielfalt reicht von Atommüll bis zum Finnischen Tango.

Im unterirdischen Verbindungstrakt ist die Dauerausstellung "Schauplatz Tirol" beheimatet. In ihr werden die Themen Religion, Natur, Politik und die Menschen Tirols behandelt. Sie soll einen "ganzheitlichen Einblick" in den "Mythos Tirol" ermöglichen. Unter anderem wird die Politik der Zeit der Freiheitskämpfe im 19. Jahrhundert beleuchtet und die Mentalität der indigenen Bevölkerung nachgezeichnet. Daneben werden verschiedene heimische Tiere in ausgestopfter Form gezeigt. Neben einem Braunbären und einer Gämse ist auch ein im Bergiseltunnel überfahrener Biber zu sehen, dem die Gedärme heraushängen. "Über die Tiroler" sollen die unterschiedlichsten Alltagsgegenstände aus der Vergangenheit und Gegenwart Auskunft geben. Alte Skier, ein Snowboard, religiöse Gegenstände und vieles mehr sind ebenfalls ausgestellt.

(APA)