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Evakuierungen in Chile und Ecuador wegen Tsunami

Evakuierungen in Chile und Ecuador wegen Tsunami
Evakuierungen in Chile und Ecuador wegen TsunamiSymbolbild: Schildkröten auf den Galapagos (c) AP (Galapagos National Park)
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Tausende Menschen verlassen die Pazifikregion in Südamerika. Auch Riesenschildkröten auf Galapagos werden in Sicherheit gebracht.

Angesichts der Tsunami-Gefahr an der Westküste Südamerikas nach dem schweren Erdbeben in Japan haben am Freitag in Chile und Ecuador vorsorglich tausende Menschen ihre Wohnorte am Pazifik verlassen. In Chile wurden etwa 4500 Bewohner der wegen ihrer Steinfiguren weltberühmten Osterinsel auf den Flughafen der Insel gebracht.

Dort seien die Menschen in Sicherheit, "da das Gelände 47 Meter über dem Meeresspiegel liegt", sagte der Minister für öffentliche Bauten, Hernan de Solminihac. Zunächst richtete die von dem Erdbeben der Stärke 8,9 ausgelöste Flutwelle auf ihrem fast 16.000 Kilometer weiten Weg Richtung Südamerika keine größeren Schäden an.

Welle maximal zwei Meter hoch

Es werde mit einer Flutwelle von maximal zwei Metern Höhe gerechnet, die die 3500 Kilometer westlich vom Festland liegende Osterinsel kurz vor 22 Uhr MEZ treffen werde, betonte de Solminihac. Auch in Ecuador mussten tausende Menschen aus küstennahen Regionen ihre Häuser verlassen und wurden weiter landeinwärts in Notunterkünfte gebracht.

Auf den zu Ecuador gehörenden Galapagos-Inseln mit ihrer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt wurde ebenfalls Tsunami-Alarm ausgelöst. Menschen und viele der Tiere, darunter auch die Riesenschildkröten, wurden in höhere Regionen gebracht. Alle touristischen Aktivitäten wurden eingestellt. Kleinere Schiffe durften nicht mehr auslaufen, größere wurden aufgefordert, sich Richtung hoher See von der Küste zu entfernen.

In Kolumbien und Peru sahen die Behörden vorerst von Evakuierungen ab.

(Ag.)