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Brüssel ruft zum Atom-Krisengipfel

(c) AP (Yves Logghe)
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Die 27 Energieminister und Kommissar Günther Oettinger sollen Konsequenzen aus Japan für Europa beraten. Auch Nuklearexperten, Aufseher für die Nuklearsicherheit und Betreiber von Atomkraftwerken sind dabei.

Brüssel/Wien/Ag./Cim. Heute, Dienstag, werden die Energieminister der 27 EU-Staaten und Günther Oettinger, der zuständige Kommissar, über die Konsequenzen für Europa beraten. Auch Nuklearexperten, Aufseher für die Nuklearsicherheit und Betreiber von Atomkraftwerken werden dabei sein. „Die Tragweite, auch für die Energiewirtschaft und die Politik, ist nicht absehbar“, so Oettinger am Montag. Man müsse über alle rechtlichen, technischen, wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen reden.

Die Verantwortung für die Sicherheit von Atomkraftwerken liegt in Europa bei den Mitgliedstaaten. Jeder Staat vergibt eigenständige Lizenzen für den Betrieb der Anlagen. Regelmäßige Kontrollen zu überwachen und Sicherheitsrichtlinien für den Fall von Erdbeben oder für die Kühlsysteme festzulegen sei ebenfalls Sache der Staaten. Ziel des Ministertreffens sei, aus erster Hand Informationen über nationale Pläne und Maßnahmen zu erhalten, teilte die Kommission mit.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.03.2011)