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Österreichischer Staatspreis an Architekt Heinz Tesar

oesterreichischer Staatspreis Architekt Heinz
(c) APA (MICHELE GAGGINI)
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Der Architekt Heinz Tesar entwarf das Essl-Museum in Klosterneuburg, die Kirche in der Donaucity in Wien und das BTV-Stadtforum in Innsbruck. Der 71-Jährige erhält den Großen Österreichischen Staatspreis.

Der Große Österreichische Staatspreis, die höchste Kunst-Auszeichnung des Landes, geht heuer an den Architekten Heinz Tesar. Das gab Ministerin Claudia Schmied am Dienstagvormittag bekannt. "Mit Heinz Tesar zeichnen wir einen international gefragten Baukünstler aus, der nicht nur auf dem Gebiet der Architektur, sondern auch als Maler, Zeichner und Literat tätig ist", sagte Schmied. "Tesar steht für eine Bauweise, die sich nicht nur an der Zweckmäßigkeit orientiert. Er ergänzt vielmehr diese Aufgabe mit den spezifischen Botschaften der Gebäude." Die Auszeichnung sei eine Anerkennung für die wiedergewonnene Bedeutung von Architektur als Kunstform in Österreich.

Etliche Bauten des 71-Jährigen Tesar sind im öffentlichen Bewusstsein präsent: Zu den bekanntesten Arbeiten Tesars zählen das Museum Sammlung Essl in Klosterneuburg, der Umbau des Bode-Museums in Berlin, das BTV-Stadtforum in Innsbruck und die Kirche "Christus, Hoffnung der Welt" in der Donaucity in Wien sowie das Keltenmuseum in Hallein.

Mit 30.000 Euro dotiert

Der mit 30.000 Euro dotierte Preis wird am 27. Juli in Salzburg überreicht.

Der 1950 begründete Große Österreichische Staatspreis wird ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, Bildende Kunst und Architektur vergeben.

Ausgezeichnet

Die Preisträger des Großen Österreichischen Staatspreises

Olga Neuwirth (2010, Musik)
Brigitte Kowanz (2009, Bildende Kunst)
Karl Prantl (2008, Bildende Kunst)
Josef Winkler (2007, Literatur)
Georg Friedrich Haas (2006, Musik)
Hermann Nitsch (2005, Bildende Kunst)
Günther Domenig (2004, Architektur)

(Red./APA)