Vienna Awards for Fashion and Lifestyle. Preise an Branchenvertreter wurden vergeben, die besonders kreativ, clever oder schlicht schön sind.
Wenn sich eine so glamouröse Branche wie die Mode versammelt, um die Besten in all den ihr zugehörigen Disziplinen zu ehren, dann ist eine pompöse Veranstaltung zu erwarten. So lud Veranstalterin Marjan Firouz zur großen Gala, auf der zum dritten Mal die Vienna Awards for Fashion and Lifestyle verliehen wurden; die Schönen und Kreativen der Stadt sowie ein paar Trabanten fanden sich zum Stelldichein im Museumsquartier.
Mode als Teil gehobener Eventkultur, das bedeutet Prachtmahl, Laufstegshow und diverse Festreden in loser Abfolge. Durch den Abend führte die bald in glitzerndes Gold, bald in flammendes Rot gewandete deutsche Fernsehmoderatorin Sonya Kraus – „im Herzen eine Wienerin“ immerhin. Gern war man also bereit, ihr beizupflichten, als sie ausrief: „Austria kann stolz auf seine Modekinder sein!“
Zu dieser originellen Kategorie zählte wohl Claudia Brandmair, die zur besten Designerin gekürt wurde. Sie habe, meinte die zum zweiten Mal Nominierte vorab, gar keine Dankesrede vorbereitet und würde auch lieber gar nicht die Bühne betreten müssen: Für ihr knapp gehaltenes „Ich bin baff! Danke schön“ flogen ihr dann die Herzen der zu vorgerückter Stunde bereits leicht ermüdeten Zuschauer zu.
Mit dem wertvollsten Textil und dem unbequemsten Schuhwerk des Haushalts ausgestattet, haben sich am verflossenen Montag diverse Mode-Experten der Hauptstadt in Stellung gebracht ... Text: Sabine Hottowy Bilder: Iris Hasler (c) diepresse.com (Iris Hasler)
... Im Wiener Museumsquartier wurden am 14. März zum dritten Mal die Vienna Awards for Fashion & Lifestyle verliehen. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
50 internationale Models arbeiteten sich die Hacken ab, eine Halle (E) voll Szene-Verwandter saß und aß, sah zu und hielt Laudatien für die glücklichen Gewinner. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Geehrt wurden jene, die sich im Spektrum der Modeindustrie Lob verdient hatten. Mit strahlender Laune führte Moderatorin Sonya Kraus (hier im Bild) durch den Abend, Stargast war das deutsche Supermodel Tatjana Patitz, sie durfte den Preis als "Lifestyle Icon" in Empfang nehmen. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Schon bei ihrer späten Ankunft im MQ sorgte Patitz für einen gelinden Aufruhr der Journallie. Während sich die restlichen Gäste an der Hauptspeise labten, gaben sich Patitz und Kraus den Instruktionen der Fotografen hin. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Gegen 21 Uhr wurde die Zeremonie mit einer Laufsteg-Show von Doychinoff aus der Taufe gehoben. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Vor der Kulisse einer barocken Hausfassade trabten die Modelle auf und ab, verkündeten die Vereinigung von Technologie und Mode. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Es folgte eine Frau Kraus ganz in Gold, die ihre Freude über diesen Job im Museumsquartier kaum fassen konnte, denn im Herzen sei sie Wienerin. Im vergangenen Jahr musste sie wegen der Ankunft ihres ersten Kindes bei den Vienna Awards passen. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Von nun an ging es ans Verteilen der Trophäen, die nach den Vorstelllungen von Andreas Eberharter kreiert wurden. Den Anfang machte Nina Peter, sie wurde in der Kategorie "Accessoires Designer" geehrt. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Jork Weismann (Photographer) Patrick Kafka (Model) Alexander Moser (Hair Stylist) Thomas Lorenz (Makeup Artist) Gebrüder Stitch (Designer Branding) Yoan Gonfond (Stylist) Silhouette (Tribute to Fashion & Lifestyle) Stephan Hilpold (Journalist) Peter Pilotto (WKO go international) Claudia Brandmair (Designer) Tatjana Patitz (Style Icon). (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Der Fotograf des Abends, Jork Weismann, musste leider arbeiten und schickte seine quirlige Frau als Vertretung. Er war am Telefon mit dabei, wollte dann aber doch nichts sagen. Kraus nahm das ganz leger: "Wer arbeitet, ist entschuldigt". (c) diepresse.com (Iris Hasler)
"Presse"-Marketingleiter Georg Gfrerer hielt die Lobrede für Weismann, weil das "Schaufenster" den Preis in der für das Magazin so wichtigen Kategorie "Bester Fotograf" stiftete. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Die 17-Jährige Lydia alias Austria's next Topmodel durfte den Special Award an ... (c) diepresse.com (Iris Hasler)
... das Model Patrick Kafka (Bildmitte) überreichen. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Anschließend lieferte Goldwell eine ungewöhnlich wilde Show treu dem Motto "Rock'n'Roll can never die" im Glam der 80er Jahre. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Die gezeigte Mode wurde von dem Amsterdamer Designer Maison Portier angefertigt. Die Models tanzten dabei um einen rockenden Iggy Pop-Verschnitt herum. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Tom Brüssel, seinesgleichen Gitarrist der Band Black Nova liefert eine passende Live-Performance. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Weiter Eindrücke der Goldwell-Show. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Weiter Eindrücke der Goldwell-Show. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Höhepunkt des Abends war aber sicherlich die letzte Show. Das Label Tiberius präsentierte sich zur Musik des heimischen Duos Felix Bandit. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Weiter Eindrücke der Tiberius-Show. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Weiter Eindrücke der Tiberius-Show. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Weiter Eindrücke der Tiberius-Show. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Weiter Eindrücke der Tiberius-Show. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Weiter Eindrücke der Tiberius-Show. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Danach stand der Abend auch schon in den letzten Zügen seines offiziellen Teils. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Claudia Brandmair wurde als Designerin des Jahres ausgezeichnet. Sie hielt die prägnanteste Dankesrede von allen, offensichtlich ergriffen meinte sie nur: "Ich bin baff. Danke." (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Den letzten Auftritt hatte das frühere Topmodel Tatjana Patitz. Die Deutsche wurde als 17-Jährige entdeckt, seit den 90er Jahren war sie auf über 160 Coverseiten von Vogue über Harper's Bazaar bis zu Marie Claire zu sehen. Sowohl sie als auch ihr Laudator Gery Keszler drückten in ihren Reden ihr Mitgefühl mit den Menschen in Japan aus. (c) diepresse.com (Iris Hasler)
Vom Rocken und Reden
Ebenfalls Grund sich mehr oder minder wortreich zu bedanken hatten im Lauf des Abends etwa die Accessoire-Designerin Nina Peter, Stylist Yoan Gonfond, die für Branding ausgezeichneten „Gebrüder Stitch“ Moriz Piffl und Michael Lanner, der in London lebende Tiroler Designer Peter Pilotto. Der Fotograf Jork Weismann war erst gar nicht gekommen. Vielleicht verfolgte er die Veranstaltung ja via Facebook-Livestream oder wenigstens auf Twitter. Da wurde eifrig kommentiert, immerhin war eine umtriebige Blog-Community zahlreich vertreten.
Zur Freude der Anwesenden wurden auch an besonders schöne Menschen Preise überreicht – passenderweise von der unlängst als Austria's Next Topmodel siegreichen Lydia Obute an ihren männlichen Kollegen Patrick Kafka, wobei sie an den wichtigen Umstand erinnerte: „Es gibt auch männliche Models, Brad Pitt zum Beispiel.“ Dass man es in Superstar-Gefilden mit Berufsgruppen-Zuordnung tatsächlich nicht immer ganz genau nehmen muss, könnte auch die als „Style Icon“ geehrte Laufstegschönheit Tatjana Patitz bestätigen. Schließlich werkte sie selbst in den Neunzigerjahren an einer Filmkarriere: Mit dem Oscar ist es zwar nichts geworden, ein imposanter Vienna Award ziert aber jetzt ihren Kaminsims.
Auf einen Blick
Zum dritten Mal wurden die Vienna Awards for Fashion and Lifestyle heuer verliehen: Bei dem Event holte man auch jene auf die Bühne, die sonst hinter den Kulissen bzw. der Kamera werken. Zum Beispiel den Fotografen Jork Weismann, der vom „Presse Schaufenster“ ausgezeichnet wurde, den Hairstylisten Alexander Moser oder Make-up-Experten Thomas Lorenz.