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Carinthian Connection

Anything goes. Zumindest sind der große Meister und seine Lehrlinge jahrelang davon ausgegangen.

Was bleibt vom System Haider? Ermittlungen gegen engste Mitstreiter – von Karl-Heinz Grasser (Buwog) über Uwe Scheuch („part of the game“) bis Walter Meischberger (Buwog). Die Pleite der ehemaligen Landesbank. Ein schwer verschuldetes Land. Eine mutmaßliche Parteispenden-gegen-Landesaufträge-Agentur mit dem bezeichnenden Namen „Connect“. Ungeklärte Geldflüsse. Und vieles Dubiose mehr.

Die Agentur wird nun immerhin geschlossen. Der freiheitlichen Parteiführung in Kärnten wurde die Sache letztlich zu heiß – aber eh erst, nachdem sie publik geworden war. Die Agentur habe „außerhalb des Wissens der Partei“ agiert, heißt es nun. Aha. Geschäftsführer der Agentur war bisher übrigens ein gewisser Manfred Stromberger. Und dieser war jahrelang Landesgeschäftsführer ebendieser Partei und einer der engsten Vertrauten des verstorbenen Landeshauptmanns, des Helden aller Fleißigen und Anständigen.

Jörg Haider wollte, wenn schon nicht die Republik, dann zumindest Kärnten als Pilotprojekt zu einer blühenden Landschaft machen.

Es ist ein schöner Sumpf daraus geworden.

 

oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.03.2011)