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Nur 200 Autobahnkilometer: Rumänien muss investieren

Autobahn
(c) (Clemens Fabry)
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Ausländische Investoren empfehlen ein Investitionspaket von 32 Milliarden Euro. Daraus könnten 500.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Der Rat ausländischer Investoren in Rumänien (CIS), der über 100 der größten Privatunternehmen in Rumänien vereint, hat eine Liste der wichtigsten ausstehenden Investitionen veröffentlicht, die die Regierung als Prioritäten behandeln sollte. Darauf sind vor allem bedeutende Infrastrukturprojekte im Transport- und Energiebereich angeführt.

Die Investitionen in Gesamthöhe von 32 Milliarden Euro müssten zu einem Anteil von knapp 12 Milliarden Euro vom Staat getragen werden, würden aber auch ein Plus von 8,9 Milliarden Euro bei den Budgeteinnahmen bringen. Das Investitionspaket würde laut CIS in den nächsten fünf Jahren zu einem BIP-Wachstum von 23 Prozent führen und fast 500.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Nur 200 Autobahnkilometer im Land

Allererste Priorität ist aus Sicht der ausländischen Investoren der Bau der Autobahn, die die zentralrumänische Stadt Sibiu mit dem Grenzpunkt Nadlac an der ungarischen Grenze verbinden soll. Dabei würden 85 Prozent der auf 3 bis 4 Milliarden Euro geschätzten Kosten durch EU-Finanzierungen gedeckt. In weiterer Folge sollte auch die Autobahn zwischen der südsiebenbürgischen Stadt Brasov und der Hauptstadt Bukarest, deren Kosten auf 2 Milliarden Euro geschätzt werden, fertiggestellt werden. Rumänien hat bei dem Autobahnbau einen europäischen Negativrekord inne: 20 Jahre nach der Wende verfügt das Land über nur etwa 200 Autobahnkilometer.

Auch die sonstige Straßen- und Eisenbahninfrastruktur sollte weiterausgebaut werden. So befindet sich die Strecke zwischen den Städten Craiova im Süden und Constanta an der Schwarzmeerküste auf Platz drei unter den Investitionsprioritäten des CIS, weil damit der Transport der Ford-Wagen vom Werk in Craiova beträchtlich erleichtert würde.

An Atomenergie wird festgehalten

Im Energiebereich werden das 1000 Megawatt(MW)-Wasserkraftwerk Tarnita-Lapustesti bei Cluj (Klausenburg), die Verwertung des Windenergie-Potenzials in der südöstlichen Region Dobrogea, der Bau des Unterwasser-Kabels zwischen Rumänien und der Türkei durch das Schwarze Meer sowie der Bau des dritten und vierten Reaktors im Atomkraftwerk in Cernavoda als Prioritäten eingestuft. Auch soll in Siebenbürgen ein neues 1000 MW-Atomkraftwerk errichtet werden.