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Netanyahu vergleicht Irans Ayatollah mit Hitler

ISRAEL CABINET PALESTINIANS SETTLEMENTS
(c) EPA (Ronen Zvulun / Pool)
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Der israelische Regierungschef kritisiert nach dem Jerusalem-Anschlag auch Palästinenser-Präsident Abbas: "Er reist um die ganze Welt, aber kommt nicht nach Jerusalem." Israel sei zu Gesprächen bereit.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu hat bei einem Besuch in Moskau den iranischen geistlichen Führer Ajatollah Ali Khamenei mit Adolf Hitler verglichen. "Hitler wollte zuerst die Welt erobern und begann dann mit der Entwicklung von Atomwaffen, Khamenei geht den umgekehrten Weg", sagte Netanyahu am Donnerstag nach Angaben der Agentur Ria Nowosti vor einem Treffen mit Kremlchef Dmitri Medwedew.

Der Streit um das iranische Atomprogramm sei gerade wegen der Spannungen im Nahen Osten und in Nordafrika weiter aktuell. "Radikale islamische Regimes könnten diese Risiken ausnutzen", sagte der Regierungschef mit Blick auf den Iran. Das iranische Atomprogramm sei eine Bedrohung für die ganze Welt und Khamenei voller Fanatismus und Hass.

"Warum reden wir nicht miteinander?"

Netanyahu warf einen Tag nach dem blutigen Bombenanschlag in Jerusalem Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas Widerwillen gegen Friedensgespräche mit Israel vor. Abbas reise um die ganze Welt, aber komme nicht nach Jerusalem, sagte Netanyahu mit einem Seitenhieb auf den ebenfalls in Russland anwesenden Palästinenserpräsidenten. "Warum reden wir nicht miteinander? Wir sind bereit zu Gesprächen."

Abbas hatte sich am Dienstag in Moskau mit Medwedew getroffen. Dabei hatte er ein Treffen des sogenannten Nahost-Quartetts am 15. April in Berlin angekündigt. Dem Quartett gehören die USA, Russland sowie die UNO und die EU an. Russland bemüht sich seit Jahren um eine Vermittlerrolle im Nahostkonflikt. Appelle aus Israel, Russland solle künftig nicht mehr mit den radikal-islamischen Organisationen Hamas und Hisbollah sprechen, wies das Außenministerium in Moskau zurück.

(Ag.)