„Gibt es noch Karten für die Netrebko-Show?“, soll ein Interessent bei den Salzburger Festspielen angefragt haben.
„Gibt es noch Karten für die Netrebko-Show?“, soll ein Interessent bei den Salzburger Festspielen angefragt haben. Die Show, das war Mozarts „Figaro“, an der noch einige Kollegen und nicht zuletzt Nikolaus Harnoncourt beteiligt waren. Ein wenig erinnert man sich an diese Anekdote angesichts dieser neuen CD, die Pergolesis „Stabat mater“ gewidmet ist – und gottlob noch mit einer Soprankantate angereichert wurde, damit alle, die eine „Show“ erwarten, nicht das Gefühl beschleicht, es würde bei einer Opernpremiere die Primadonna, derenthalben man die Karten gekauft hat, gleich in der ersten Szene enthauptet.
Also: Die Netrebko singt hier mit, verströmt ihre Edelstimme in der gewohnten Weise. Dann singt auch noch Marianna Pizzolato, die der Daily Telegraph schon als „wundervoll“ bezeichnet hat – vor allem dirigiert Antonio Pappano; und der ist ein exzellenter Musiker auch bei Barockmusik. Werbung für Pergolesi ist das allemal.
Stabat mater. (DG)