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Freitag

Transit-Taschen für Wien

LKW-Plane, Autogurte und Fahrradschläuche - daraus basteln Markus und Daniel Freitag wetterfesten Kult. Ihre Taschen gibt es jetzt auch in der Wiener Dependance.
16.01.2019 um 16:08
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Hauptbild • Noë Flum
So sieht sie aus, die Wiener Dependance der Freitag-Brüder. Wer sich jetzt nicht auskennt ...
So sieht sie aus, die Wiener Dependance der Freitag-Brüder. Wer sich jetzt nicht auskennt ...
Courage PR
... Markus und Daniel Freitag produzieren in Zürich Taschen aus LKW-Planen, Autogurten und Fahrradschläuchen.
... Markus und Daniel Freitag produzieren in Zürich Taschen aus LKW-Planen, Autogurten und Fahrradschläuchen.
Petra Percher
Hier sehen Sie "Rex". Für die Produktnamen stehen den Freitags traditionell TV-Serien Pate. Früher wurden die Taschen in Bastelbögen verpackt, aus denen eigentlich Papp-Fernseher entstehen sollten.
Hier sehen Sie "Rex". Für die Produktnamen stehen den Freitags traditionell TV-Serien Pate. Früher wurden die Taschen in Bastelbögen verpackt, aus denen eigentlich Papp-Fernseher entstehen sollten.
Peter Würmli
Das Konzept der Schweizer Grafikdesigner ist einfach: aus Materialien die sonst keiner mehr will, schneidern sie robuste Taschen, denen Wind, Wetter und der überzogene Individualismus mancher Städter nichts anhaben kann.
Das Konzept der Schweizer Grafikdesigner ist einfach: aus Materialien die sonst keiner mehr will, schneidern sie robuste Taschen, denen Wind, Wetter und der überzogene Individualismus mancher Städter nichts anhaben kann.
Noë Flum
Inspiriert wurden die Brüder vom bunten Schwerverkehr unter ihrer Studentenwohnung. So entstand 1993 in der WG der Prototyp der Freitag Tasche aus den bereits genannten Zutaten. Mutters Nähmaschine fiel dem Muster zwar damals zum Opfer, dafür steht es jetzt im Züricher Museum für Gestaltung.
Inspiriert wurden die Brüder vom bunten Schwerverkehr unter ihrer Studentenwohnung. So entstand 1993 in der WG der Prototyp der Freitag Tasche aus den bereits genannten Zutaten. Mutters Nähmaschine fiel dem Muster zwar damals zum Opfer, dafür steht es jetzt im Züricher Museum für Gestaltung.
Noë Flum
Hier sehen Sie das Modell "Top Cat", diese Tasche hat es 2003 ins New Yorker Museum of Modern Art geschafft.
Hier sehen Sie das Modell "Top Cat", diese Tasche hat es 2003 ins New Yorker Museum of Modern Art geschafft.
Peter Würmli
Nach wie vor werden die Taschen übrigens an der gleichen Transitstrecke produziert, mittlerweile allerdings in einer ausgewachsenen, 26.000 Quadratmeter großen Fabrikhalle und mit Industrie-Nähmaschinen. Die Schritte der Herstellung, die aktuell von 116 Mitarbeitern übernommen werden, zeigen die folgenden Bildern.
Nach wie vor werden die Taschen übrigens an der gleichen Transitstrecke produziert, mittlerweile allerdings in einer ausgewachsenen, 26.000 Quadratmeter großen Fabrikhalle und mit Industrie-Nähmaschinen. Die Schritte der Herstellung, die aktuell von 116 Mitarbeitern übernommen werden, zeigen die folgenden Bildern.
Noë Flum
Was Anfang der 90er noch eine Tasche für Hipster war, ist heute Kult. Die Freitags selbst führen das u.a. auch darauf zurück, dass sie von einer anderen Firma kopiert wurden. Der Schweizer Handelsriese Migros versuchte sein Glück einst mit einem ähnlichen Produkt, der Donnerstag-Tasche.
Was Anfang der 90er noch eine Tasche für Hipster war, ist heute Kult. Die Freitags selbst führen das u.a. auch darauf zurück, dass sie von einer anderen Firma kopiert wurden. Der Schweizer Handelsriese Migros versuchte sein Glück einst mit einem ähnlichen Produkt, der Donnerstag-Tasche.
Noë Flum
Treu dem Motto: Durch die Kopie entsteht erst das Original, konnte sich die Freitag Tasche noch stärker als Marke etablieren.
Treu dem Motto: Durch die Kopie entsteht erst das Original, konnte sich die Freitag Tasche noch stärker als Marke etablieren.
Noë Flum
Viele Shops gibt es nach wie vor nicht, sieben sind es. Allein 1600 Taschen-Unikate stehen in dem neuen Shop in Wien Neubau zum Verkauf. Und warum gerade Wien? So genau weiß das Daniel Freitag auch nicht: "Hier sind wir so freundlich willkommen geheißen worden." Adresse: 7., Neubaugasse 26 Öffnungszeiten: Mo-Mi & Fr 10.00-19.00 Uhr, Do: 10.00-20.00, Sa: 10.00-18.00 Uhr  Telefon: 01/5233136
Viele Shops gibt es nach wie vor nicht, sieben sind es. Allein 1600 Taschen-Unikate stehen in dem neuen Shop in Wien Neubau zum Verkauf. Und warum gerade Wien? So genau weiß das Daniel Freitag auch nicht: "Hier sind wir so freundlich willkommen geheißen worden." Adresse: 7., Neubaugasse 26 Öffnungszeiten: Mo-Mi & Fr 10.00-19.00 Uhr, Do: 10.00-20.00, Sa: 10.00-18.00 Uhr Telefon: 01/5233136
Noë Flum
Freitag führt zwei Taschenlinien: die Fundamentals mit 40 Modellen, die ständig ergänzt und weiterentwickelt werden ...
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Noë Flum
... seit September 2010 gibt es die neue Reference Linie, die alle sechs Monate in einer neuen Kollektion erscheint.
... seit September 2010 gibt es die neue Reference Linie, die alle sechs Monate in einer neuen Kollektion erscheint.
Bela Borsodi
In einem Jahr produziert Freitag 255.000 Taschen. 300 Tonnen LKW-Plane (das entspricht einer 95 km langen Kolonne), 35.000 Fahrradschläuche und 80.000 Autogurte werden pro Jahr vernäht.
In einem Jahr produziert Freitag 255.000 Taschen. 300 Tonnen LKW-Plane (das entspricht einer 95 km langen Kolonne), 35.000 Fahrradschläuche und 80.000 Autogurte werden pro Jahr vernäht.
Noë Flum
Der Recycling-Gedanke hört bei Freitag nicht beim Produkt auf. Ein winkelförmiges, aus wiederverwertbarem Kunststoff gefertigtes Regal-Element reicht aus, um einen gesamten Shop einzurichten. 4000 Winkel wurden für das Wiener Geschäft zusammengesteckt.
Der Recycling-Gedanke hört bei Freitag nicht beim Produkt auf. Ein winkelförmiges, aus wiederverwertbarem Kunststoff gefertigtes Regal-Element reicht aus, um einen gesamten Shop einzurichten. 4000 Winkel wurden für das Wiener Geschäft zusammengesteckt.
news.freitag.ch
Erfunden hat das Schweizer Design Preis gekrönte Regalsystem V30 SKID der Industriedesigner Colin Schaelli. Damit hat auch er den Sprung ins Museum geschafft.
Erfunden hat das Schweizer Design Preis gekrönte Regalsystem V30 SKID der Industriedesigner Colin Schaelli. Damit hat auch er den Sprung ins Museum geschafft.
news.freitag.ch

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