Folgen der EZB-Zinserhöhung

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Die Europäische Zentralbank (EZB) wird am Donnerstag mit hoher Wahrscheinlichkeit den EZB-Leitzins erhöhen. Floater werden interessant, Bausparzinsen bleiben auch für 2012 niedrig.

Den gängigen Prognosen zufolge wird der Leitzins nun quartalsweise um 25 Basispunkte angehoben. Am Jahresende würde der Zinssatz dann bei 1,75 Prozent stehen. Das hat große Auswirkung auf die Anleger.

Die Geldmarktzinsen nehmen Leitzinserhöhungen tendenziell vorweg. In „normalen“ Zeiten stehen wichtige Referenzzinssätze wie der Euribor (3 Monate) über dem Leitzins. Es kann also durchaus sein, dass der 3-M-Euribor bis Jahresende bei zwei Prozent liegt. Das macht variabel verzinste Anleihen (Floater) interessant. Vor allem solche, die einen hohen Aufschlag auf den Euribor zahlen wie die der Floater der Raiffeisenbank International (Isin XS0597215937). Da bekommt der Anleger 0,9 Prozent Aufschlag auf den 3-M-Euribor. Der Zins könnte somit schon bald auf drei Prozent steigen. Michael Rottmann, Zins- und Währungsexperte der UniCredit, prognostiziert, dass der Leitzins bis Ende 2012 schon bei 2,75 Prozent liegen wird. In diesem Zinsumfeld können Floater schon einen attraktiven Kupon abwerfen.

(c) Die Presse / GK

Auch die heimischen Bausparer können sich wieder Hoffnung machen. Für die Berechnung der Bausparzinsen im nächsten Jahr wird in vielen Fällen der 12-Monats-Euribor im November herangezogen. Derzeit notiert er bei zwei Prozent, bis November könnte er laut Prognosen schon bei 2,5 Prozent stehen. Einige Bausparanbieter ziehen davon 1,3 Prozentpunkte ab. Damit ergebe sich für das nächste Jahr eine Verzinsung von 1,2 Prozent. Das ist freilich auch noch nicht berauschend.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.04.2011)

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