Der junge Gulda
Diese Sammlung von zehn CDs ist für Musikfreunde, die sich nicht schon alle Gulda-Raritäten zusammengesucht haben, eine ideale Gelegenheit, den Anfängen eines Meisterinterpreten nachzuspüren. „Genie und Rebell“ nennt sich die Box und spielt mit Gulda-Klischees. Genial war Gulda freilich, weil selbst Schöpfer von Musik, wie immer man zu den Kompositionen stehen mag.
Als Rebell hat er sich gegen den gewohnten Konzertbetrieb gestemmt und diesem nicht dienen wollen. Warum das die Musikfreunde bedauerten, die ihn vor seinem Rückzug von den klassischen Konzertzyklen gehört hatten, kann man hier nachhören: Gulda in den 50ern als Mozart-, Chopin- und Beethoven-Spieler, als subtiler Deuter impressionistischer Stücke wie der Debussy-Preludes oder Ravels „Gaspard de la nuit“, als Liedbegleiter der hinreißenden Hilde Güden bei Richard Strauss und als Jazzliebhaber im „Birdland“. Auch daran schieden sich die Geister.
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Gulda Genie und Rebell. (Membran)