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Lampedusa: Wieder Hunderte neue Flüchtlinge

People who fled the unrest in Tunisia arrive at the southern Italian island of Lampedusa
(c) REUTERS (Stringer/italy)
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Fast 800 Migranten sind seit Freitag auf der italienischen Mittelmeerinsel angekommen. Die meisten wurden eilig auf das italienische Festland gebracht, bevor Premier Berlusconi die Insel am Nachmittag besuchte.

Nach dem Abtransport der meisten Flüchtlinge von der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa sind auf dem Eiland neue Migranten eingetroffen. In der Nacht auf Samstag erreichte ein aus Libyen kommendes Schiff mit mehr als 500 Menschen die Insel. Die illegalen Einwanderer wurden eilig mit einem Schiff der Marine und Flugzeugen auf das italienische Festland gebracht.

Am Samstag kam ein Boot mit 244 Einwanderern aus Libyen an, ein zweites mit rund 50 Menschen an Bord wurde vor der Küste in Empfang genommen. Am Nachmittag besuchte dann Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi Lampedusa.

Zeitweise über 6000 Migranten auf der Insel

In den vergangen Tagen hatte Italien nahezu alle nordafrikanischen Flüchtlinge von der völlig überfüllten Insel weggebracht und auf andere Aufnahmelager verteilt. In den vergangenen Wochen hatten sich zeitweise bis zu 6000 Immigranten unter unerträglichen Bedingungen dort aufhalten müssen. Vor wenigen Tagen waren beim Kentern eines Flüchtlingsbootes vor Lampedusa vermutlich etwa 250 Menschen ums Leben gekommen.

Seit Beginn der Volksaufstände in Nordafrika im Jänner waren nach Angaben des italienischen Innenministeriums 22.000 vorwiegend tunesische Flüchtlinge auf der Insel angekommen. Zuletzt nahm die Zahl der Bootsflüchtlinge aus Libyen zu.

Berlusconi: Alles unter Kontrolle"

Berlusconi hat die Mittelmeerinsel am Samstag erneut besucht, nachdem am Morgen noch eilig hunderte illegale Einwanderer aufs Festland gebracht worden waren. "Wie ihr seht, haben wir Wort gehalten. Alles ist unter Kontrolle", sagte Berlusconi unter dem Applaus der Einwohner, die zu seinem Empfang an den Hafen gekommen waren.

Der Ministerpräsident hatte bei seinem vorherigen Besuch Ende März den rund 5000 Einwohner versprochen, alle Flüchtlinge von der Insel zu bringen.

(APA)