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BP-Milliardenpoker mit Oligarchen um arktisches Öl

klagt Partner zehn Milliarden
(c) REUTERS (� Suzanne Plunkett / Reuters)
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BP soll mit dem Rosneft-Vorhaben in der Arktis die Vereinbarungen des Joint Ventures mit TNK gebrochen haben.Rosneft-Chef Setschin ist zurückgetreten.

Der russische BP-Partner TNK-BP will den britischen Ölriesen einem Zeitungsbericht zufolge auf Zahlung von 10 Milliarden Dollar (6,93 Milliarden Euro) Schadenersatz verklagen. TNK-BP wirft BP vor, die Vereinbarungen des Gemeinschaftsunternehmens gebrochen zu haben, wie die "Financial Times" am Dienstag schrieb.

Ihre Schadensersatzforderung begründen die russischen Anteilseigner damit, dass BP Aktionärsvereinbarungen beim Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP gebrochen habe. Darin ist nach Ansicht von AAR festgeschrieben, dass der gemeinsame Verwaltungsrat neuen Öl- und Gasprojekten der Partner in Russland vorher zustimmen muss. Das AAR-Konsortium der Milliardäre Michail Fridman, Viktor Vekselberg, German Khan und Leonard Blavatnik sieht sich daher durch den im Jänner vereinbarten Deal zwischen BP und Rosneft umgangen

BP will zusammen mit der russischen Rosneft Öl in der Arktis fördern. TNK-BP geht rechtlich dagegen vor und ist der Ansicht, dass BP dem Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP Vorrang einräumen müsste, statt mit externen Partnern in Russland aktiv zu werden.

Rücktritt auf Befehl Medwedews

Auf Befehl von Kremlchef Dmitri Medwedew ist der einflussreiche russische Vizeregierungschef Igor Setschin als Aufsichtsratsvorsitzender bei Rosneft zurückgetreten. Setschin gilt als enger Vertrauter von Ministerpräsident Wladimir Putin.

Medwedew hatte alle ranghohen Regierungsvertreter angewiesen, ihren Platz in den Leitungsgremien von Unternehmen bis zum 1. Oktober zu räumen. Beobachter werten dies als Teil eines Machtkampfs zwischen den Lagern Medwedews und Putins vor der Präsidentenwahl 2012. Die Anweisung Medwedews gehört zum Anti-Korruptionskurs, den der Präsident wiederholt angekündigt hatte. Der Staat solle sich aus der Wirtschaft zurückziehen, hatte der Kremlchef gefordert.

Aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge im Rosneft-Aufsichtsrat ist nach Angaben des "Kommersant" der Vizepräsident der VTB Bank, Sergej Schischin. Ein neuer Vorsitzender soll in der Jahreshauptversammlung am 10. Juni gewählt werden.

(APA)