Mit einem Plus von vier Prozent auf 317 Millionen Euro konnte der Marktanteil ausgebaut werden. Der Höhenflug des Vorjahres in der Branche ist vorbei.
Die Drogeriemarktkette dm trotzt in Österreich dem Branchentrend: Während sich der Gesamtmarkt im Drogeriefachhandel zuletzt rückläufig entwickelt hat, konnte dm das Ende März abgelaufene erste Geschäftshalbjahr 2010/11 mit einem Umsatzwachstum von vier Prozent auf 317 Millionen Euro beenden. Damit sei man "wieder auf das Level der letzten Jahre von jährlich 4 bis 6 Prozent Plus" zurückgekehrt, sagte dm-Geschäftsführer Harald Bauer.
Den Marktanteil in Österreich konnte die Kette im gleichen Zeitraum von 17 auf 17,6 Prozent erhöhen. Im Vergleich zu den Mitbewerbern bipa und Schlecker verzeichnet dm eigenen Angaben zufolge den höchsten Umsatz pro Standort.
Töchter im Ausland wachsen stärker
Innerhalb des Konzerns hinkt Österreich allerdings trotz des Wachstums deutlich zurück: Denn im Gesamtkonzern stieg im selben Zeitraum der Umsatz um 8,8 Prozent auf 3,02 Milliarden Euro. In Deutschland betrug die Zunahme sogar 9,55 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro, im dm-Teilkonzern Österreich - dazu zählen auch Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und Bulgarien - wurde ein Plus von 7,1 Prozent auf 824 Millionen Euro erzielt.
Das unterdurchschnittliche Österreich-Ergebnis liegt vor allem daran, dass sowohl in Deutschland als auch in den CEE-Ländern die Zahl der Filialen stark steige, während sie in Österreich weitgehend unverändert bleibe. Für das Filialnetz in Österreich mit derzeit rund 360 Standorten sind nur mehr "sehr überschaubare Zuwächse" von ein bis fünf Geschäften pro Jahr geplant.
(APA)