Studie: Lesen gehört für Österreicher zum guten Ton

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Die wenigsten Österreicher stellen das Lesen als Pflichtübung oder langweilige Beschäftigung dar. Mehr als drei Viertel verbinden Lesen mit Freizeit und Entspannung. Trotzdem sind die Österreicher Lesemuffel.

Jeder zweite Jugendliche liest nur, weil er muss: Ein Ergebnis der jüngsten PISA-Studie, bei der die österreichischen 15- bis 16-Jährigen zu den OECD-Schlusslichtern zählten. Wie eine GfK-Studie anlässlich des heutigen Internationalen Tags des Buches zeigt, scheint sich das im Alter zu ändern.

Arbeit, Pflicht und Langeweile assoziieren die wenigsten mit Lesen, stattdessen dient das Lesen neun von zehn Österreichern der Information. Mehr als drei Viertel verbinden Lesen mit Freizeit und Entspannung, dicht gefolgt von Spaß und Unterhaltung. Schule und Beruf nennen immerhin noch zwei Drittel der Befragten als Lesemotivation.

"Die wenigsten stellen es als Pflichtübung oder langweilige Beschäftigung dar, was auf eine gesellschaftliche Norm hinweist, die Lesen positiv bewertet", sagt Doris Kostera von der GfK. "Dennoch seien die Österreicher im Vergleich Lesemuffel", sagt sie. Nur die Südeuropäer und die Deutschen würden noch weniger lesen.

Größte Leselust zwischen 30 und 40

Die Einstellung zum Lesen ändert sich mit dem Alter tatsächlich; am größten ist die Leselust zwischen 30 und 40. Die Unter-40-Jährigen denken beim Lesen am häufigsten an Arbeit und Pflicht; langweilig ist Lesen für 30 Prozent der Unter-30-Jährigen und für ein Viertel der 50- bis 60-Jährigen.

Frauen lesen bekanntlich häufiger als Männer. Wie die Studie zeigt, tun sie dies auch lieber als die Männer. Sie assoziieren das Lesen häufiger als der Durchschnitt mit Entspannung und Spaß und kommen dabei auch öfter ins Träumen. Für Männer ist das Lesen stärker mit Arbeit und Pflicht verbunden.

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(APA/Red.)