Die Drogeriehandelskette war wegen ihrem Umgang mit Mitarbeitern häufig in den Schlagzeilen.
Die Drogeriehandelskette Schlecker, die immer wieder mit zahlreichen Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam machte, hat sich nun mit der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) auf die Auszahlung der Mehrarbeitszuschläge geeinigt. "Es ist gelungen, eine Vereinbarung abzuschließen, die regelt, dass die Beschäftigten ab April 2011 alle ihre geleisteten Arbeitsstunden ausgeglichen beziehungsweise vergütet bekommen," so der stellvertretende GPA-Bundesgeschäftsführer Karl Proyer am Mittwoch.
Auch alle "Altlasten" werden mit der April-Abrechnung bereinigt, so Proyer weiter. Die Gespräche seien langwierig und schwierig aber letztendlich "wirklich konstruktiv" gewesen.
"Gute Basis für Lösung"
Die Vereinbarung sei eine gute Basis für das gemeinsame Lösen weiterer Herausforderungen, ergänzt die zuständige Wirtschaftsbereichssekretärin, Anita Stavik. "Wir gehen davon aus, dass die Regelung des Mehrarbeitszuschlages noch in einer neuen Betriebsvereinbarung zusammengefasst wird."
Schlecker wurde unter anderem auch wegen zu weit gehender Kontrollen von Kleiderkästen, Taschen und Unterlagen von Mitarbeitern kritisiert. Zuletzt hatten aber die Kinder des Firmengründers Anton Schlecker, Meike und Lars Schlecker, eine Neuausrichtung des Unternehmens angekündigt.
2010 hat das deutsche Unternehmen einen Konzernumsatz von 6,55 Milliarden Euro erwirtschaftet, gegenüber 7,2 Milliarden Euro im Jahr davor. In Österreich hält Schlecker bei rund 1030 Filialen.
(APA)