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Japan: Exportautos werden auf Radioaktivität geprüft

A car delivered from Japan is seen behind a sign at the port of Russias far eastern city of Vladivoss far eastern city of Vladivos
(c) Reuters (Yuri Maltsev)

Bevor die Autos verladen werden, wird die Strahlung im Fahrzeuginneren sowie an den Reifen gemessen, teilt der japanische Autoverband mit.

Japanische Autobauer beginnen damit, Fahrzeuge, die für den Export bestimmt sind, auf Radioaktivität zu prüfen. Damit sollen Befürchtungen ausländischer Kunden über eine mögliche Verstrahlung der Fahrzeuge zerstreut werden, sagt Hirokazu Furukawa, der Sprecher des Japanischen Automobilherstellerverbandes, wie das "Handelsblatt" berichtet.

Konkret wird die Strahlung im Fahrzeuginneren sowie an den Reifen gemessen, bevor die Autos verladen werden. Nach Angaben von Furukawa wurde bisher keine Strahlung festgestellt. Eines von rund 500 Autos soll künftig kontrolliert werden.

"Die Presse" berichtete vor einer Woche davon, dass der russische Zoll im Hafen von Wladiwostok 49 Gebrauchtwagen aus Ja wegen erhöhter radioaktiver Strahlung beschlagnahmt hat. Laut dem Leiter der zuständigen Zollbehörde seien die gemessenen Werte sechsmal so hoch wie normal gewesen. Einige Fahrzeuge hätten Spuren von Caesium-127 und Uran-238 aufgewiesen.

Normalisierung bei Toyota erst zu Jahresende

Indes rechnet der weltgrößte Autobauer Toyota erst für November oder Dezember mit einer Normalisierung der Produktion. Das gab der Konzern am Freitag bekannt. Das Erdbeben vom 11. März und seine Folgen hatten Toyota hart getroffen. Erst in dieser Woche war die Fertigung an allen Standorten in Japan wieder angelaufen, allerdings vorerst nur mit halber Auslastung. Es fehlen immer noch Teile von Zulieferern. Toyotas eigene Komponentenwerke fielen ebenfalls zwischenzeitlich aus. Deshalb ruckelt es auch bei der Produktion im Ausland.

So musste Toyota seine Fertigung in Nordamerika kürzlich wegen fehlender Teile aus Japan noch weiter herunterschrauben. Die Standorte des Autobauers außerhalb Japans erhalten zwar die meisten Teile von Zulieferern in der Region, doch einige wichtige Komponenten wie die Elektronik beziehen sie weiterhin aus dem Heimatland. Auch in Europa musste der Konzern seine Fertigung drosseln.

(Red.)