Wiener Börse am Nachmittag - ATX etwas leichter

Die Händler melden von einem ruhigen Geschäft bei schwacher Nachrichtenlage. Gegen den europäischen Trend liegt der Leitindex im leichten Minus.

Die Wiener Börse hat sich heute, Dienstag, am Nachmittag bei moderatem Volumen mit knapp behaupteter Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2863,45 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 5,42 Punkten bzw. 0,19 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,48 Prozent, FTSE/London +0,41 Prozent und CAC-40/Paris +0,31 Prozent.

Gegen den europäischen Trend drehte der heimische Leitindex am Vormittag leicht im Minus und tendiert seitdem seitwärts. Händler berichteten von einem ruhigen Geschäft mit schwacher Nachrichtenlage.

Für etwas Aufmerksamkeit bei den Anlegern sorgte jedoch der Ölkonzern OMV. Wie am heutigen Dienstag bekanntgeworden war, hat die OMV nach dem Kauf des tunesischen Explorations- und Produktions-Geschäfts vom US-Konzern Pioneer Natural Resources nun die erste Produktionsbohrung in Betrieb genommen. Die tägliche Produktionsrate liegt bei 1500 boe (Barrel Öl-Äquivalent), der OMV-Anteil daran beträgt 50 Prozent, hieß es. "Der Erwerb des Pioneer-E&P-Geschäfts in Tunesien hat uns ermöglicht, unser strategisches Ziel einer signifikanten Produktionssteigerung zu erreichen und unsere Produktion in Tunesien weiter zu stärken", sagte der zuständige OMV-Vorstand Jaap Huijskes.

Darüber hinaus haben die Experten der Schweizer Großbank UBS das Kursziel für OMV-Aktien von 29 auf 32 Euro angehoben. Das Anlagevotum "Neutral" wurde hingegen beibehalten. OMV verloren jedoch 0,33 Prozent auf 31,33 Euro.

Auch zu den Titeln von Rosenbauer gab es in der Früh eine neue Analysteneinschätzung. So haben die Experten der UniCredit das Kursziel für den Feuerwehrausstatter von 42 auf 41 Euro gesenkt. Das Anlagevotum "Hold" wurde jedoch beibehalten. Die Anteilsscheine des Unternehmens fielen um 1,42 Prozent auf 40,62 Euro.

Schließlich haben die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihr Kursziel für die Titel des Kartonherstellers Mayr-Melnhof von 95 Euro auf 92 Euro nach unten revidiert. Die Anlageempfehlung lautet weiterhin "hold". Dennoch legten Mayr-Melnhof bis zum frühen Nachmittag um deutliche 1,53 Prozent auf 82,49 Euro zu.

Weit oben auf der Kursliste tendierten auch Verbund. Die Aktien des Versorgers legten 2,98 Prozent auf 31,83 Euro zu. Hingegen zeigten sich unter den Indexschwergewichten auch einige in der Verlustzone. So trotzten die Bankenwerte Raiffeisen (minus 1,29 Prozent auf 37,14 Euro) und Erste Group (minus 0,30 Prozent auf 35,20 Euro) dem europäischen Branchentrend und zogen den ATX in den roten Bereich. Auch die Papiere von Wienerberger (minus 2,28 Prozent auf 13,90 Euro) und Intercell (minus 2,68 Prozent auf 6,14 Euro) tendierten klar im Minus.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.45 Uhr bei 2.880,06 Punkten, das Tagestief lag gegen 11.30 Uhr bei 2.857,77 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,13 Prozent bei 1.391,45 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 15 Titel mit höheren Kursen, 23 mit tieferen und einer unverändert.

Bis dato wurden im prime market 3.092.553 (Vortag: 3.065.098) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 96,099 (94,30) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Verbund mit 310.090 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 19,68 Millionen Euro entspricht.

(APA)

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