Minus zehn Prozent: Größter Silber-Kurssturz seit 2008

Anleger aus Silber-Kaufrausch erwacht
Anleger aus Silber-Kaufrausch erwacht(c) dapd (Sebastian Willnow)
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Die Anhebung der Sicherheitsleistungen bei Silberkontrakten lassen den Preis einbrechen. Massive Gewinnmitnahmen brachten den höchsten Tagesverlust seit der Lehman-Pleite.

Massive Gewinnmitnahmen haben Silber am Montag auf Talfahrt geschickt. Der Preis für eine Feinunze dieses Edelmetalls brach um bis zu zehn Prozent auf 43,04 Dollar (28,96 Euro) ein. Dies ist der größte Tagesverlust seit den Turbulenzen rund um die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Als Auslöser nannten die Analysten der Commerzbank die Ankündigung der New Yorker Warentermin-Börse Comex, die Sicherheitsleistungen (Margen) bei Silber-Kontrakten um 13 Prozent anzuheben.

"Wir hatten bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass der jüngste Preisanstieg von Silber übertrieben und eine Korrektur überfällig war", betonten sie in ihrem Marktkommentar. Spekulativ orientierte Anleger hätten ihre Kauf-Positionen in der vergangenen Woche weiter zurückgefahren. Rohstoff-Experte Ole Hansen von der Saxo Bank betonte, die Nachricht vom Tod des Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden habe die Talfahrt noch beschleunigt.

Seit der Lehman-Pleite hat sich der Silber-Preis fast vervierfacht und markierte vergangene Woche mit 49,51 Dollar den höchsten Stand seit 1980. Gold verbuchte in diesem Zeitraum lediglich ein Plus von 115 Prozent und stieg am Montag unmittelbar vor der Bin-Laden-Nachricht auf ein neues Rekordhoch von 1575,79 Dollar.

(APA)

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