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MultiMediaArt: Mit einem Kriegsfilm nach Cannes

FH Salzburg
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Studenten der MultiMediaArt der Fachhochschule Salzburg wollen mit einem ehrgeizigen Kinoprojekt schon bald das Filmfestival in Cannes und die Kinos erobern. Szenerie des Filmes „Herbst“ ist der Erste Weltkrieg.

Wien/Rovi. „Eine grausame Ernte, die Leben, Liebe und Freundschaft gewaltsam auseinanderreißt.“ Das ist die Rahmenhandlung des Films, den Bachelor- und Masterstudierende der MultiMediaArt der FH Salzburg derzeit drehen. Ein ehrgeiziges Projekt – denn immerhin soll der Film abendfüllend sein, für das Filmfestival in Cannes eingereicht werden und auch in den Programmkinos gezeigt werden.

Veranschlagt werden Kosten von 800.000 Euro. Das sind allerdings die Realkosten, nach einem Schlüssel für Filmförderungen berechnet. Tatsächlich werden keine Gagen bezahlt, auch die Verpflegung und den Transport übernehmen die Studenten selbst. „Momentan plündern wir Omas Sparbüchse und unsere eigenen Konten“, sagt Michael Windberger, Student im sechsten Semester und gemeinsam mit Franziska Goller verantwortlich für die Produktion.

Szenerie des Filmes „Herbst“ ist der Erste Weltkrieg. Bei den Kostümen helfen k. u. k. Traditionsvereine von Wien bis Salzburg aus. Die FH Salzburg stellt das technische Equipment zur Verfügung: Eine 50.000-Euro-Kamera, Licht, Monitore, Kamerakran. „Es ist das vermutlich ambitionierteste Filmprojekt, das bislang je an einer österreichischen Hochschule umgesetzt wurde“, heißt es von der FH.

 

Ab 2012 in den Kinos

Für die Studierenden der MultiMediaArt muss der Film neben dem Studium laufen. Sie nutzen die Chance, bevor die ersten des siebenköpfigen Kernteams ihr FH-Studium abschließen. Regie führt Masterstudent Florian Eidenhammer, das Drehbuch stammt von Patrick Gündera. „Wir sind ehrgeizig, aber uns fehlen die Kontakte“, sagt Windberger.

Allein das Stellen der Anträge auf Förderungen sei unglaublich aufwendig gewesen. Nun hoffen die Studenten auf Fördergelder für den Low- bzw. No-Budget-Film. Er soll im Frühjahr 2012 in die Kinos kommen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.05.2011)