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Faymann plant Teilnahme an Bilderberger-Treffen

Faymann plant Teilnahme BilderbergerTreffen
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Der Kanzler hat eine Einladung erhalten und stellt sein Kommen "in Aussicht". Verschwörungstheoretiker sehen in der Bilderberger-Gruppe eine geheime "Weltregierung".

Wien. Kein anderer Diskussionszirkel regt derart die Fantasien an – vor allem jene von Verschwörungstheoretikern: Als „Weltregierung“ wird das alljährlich stattfindende Bilderberger-Treffen da gesehen. Wie in den vergangenen Jahren dürfte das Treffen der rund 130 hochrangigen Persönlichkeiten aus den USA und Europa auch heuer wieder mit österreichischer Beteiligung ablaufen: War im Vorjahr Bundespräsident Heinz Fischer unter den Gästen, so könnte dieses Jahr, wie schon 2009, der Bundeskanzler teilnehmen.

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Werner Faymann bestätigte in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung, dass er eine Einladung für das von 9. bis 12. Juni in St. Moritz stattfindende Treffen erhalten hat. Eine Teilnahme nehme er „in Aussicht“, sofern dies aufgrund der Terminsituation möglich sein wird. Die dort behandelten Themen kennt Faymann noch nicht, außerdem legt er Wert darauf, als Privatperson und nicht als Vertreter der Republik anzureisen.

Prinzip der strikten Geheimhaltung


Die Bilderberger sind erstmals im Jahr 1954 im niederländischen Hotel De Bilderberg – daher auch der Name – zusammengetroffen. Zu den Initiatoren gehörte Prinz Bernhard aus den Niederlanden, der antiamerikanischen Tendenzen in Europa entgegentreten wollte. Seinen Ruf als mächtige Geheimorganisation verdankt das Treffen auch dem Prinzip der strikten Geheimhaltung: Die Gespräche in dem elitären Zirkel dürfen nicht veröffentlicht werden. Unter den Organisatoren befindet sich auch ein Österreicher, nämlich der frühere SPÖ-Minister Rudolf Scholten.

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