Der Fall Kampusch ist geklärt, Wolfgang Priklopil war ein Einzeltäter. Es gab also keine Mittäter, keine Helfer, keine Hintermänner. Das sagt das...
Der Fall Kampusch ist geklärt, Wolfgang Priklopil war ein Einzeltäter. Es gab also keine Mittäter, keine Helfer, keine Hintermänner. Das sagt das Bundeskriminalamt. Und das sagt die Oberstaatsanwaltschaft Wien, die den Fall nach medialem Druck an den ersten, nicht sehr intensiven Ermittlungen der eigentlich zuständigen Behörde, nämlich der Staatsanwaltschaft Wien, an sich gezogen und den Grazer Ankläger Thomas Mühlbacher auf Geheiß des (ebenfalls unter medialem Druck stehenden) Justizministeriums ins Boot geholt hatte.
Restzweifel werden bleiben. Bemerkenswert ist, dass die sehr raschen, früheren Ergebnisse der Staatsanwaltschaft Wien ("Es war ein Einzeltäter") letztlich auch nach Einschaltung anderer, eben der oben genannten Stellen voll inhaltlich bestätigt wurden.
So war es gebaut, das winzige Verlies. Foto (c) APA/Hirsch/Longauer
Manfred Seeh privat, der Blog im Blog
Mal ganz unter uns: Ich mag Verschwörungstheorien (kürzlich las ich bei einem verehrten Blog-Kollegen, dass es "optisch" ungut sei, wenn die Richterin, die Adamovich wegen übler Nachrede verurteilte, die Tochter des früheren Leiters der Staatsanwaltschaft Wien sei), denke aber, dass letztlich wirklich bemühte Behördenarbeit geleistet wurde (nach kapitalen Polizeifehlern gleich nach der Entführung von Natascha Kampusch), sodass auch ich mich der Einzeltäterthese anschließe. Sollte mich nun jemand für naiv halten, kann er das ja hier posten.
Manfred Seeh, Foto (c) Bruckberger