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Nach Eklat: Wiener VP gründet Akademikervereinigung

Nach Eklat Wiener gruendet
(c) Science2public, 2011 (Science2public)
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Die Organisation soll den Wiener Akademikerbund ersetzen, der sich nach einer Kontroverse um das Verbotsgesetz von der ÖVP losgesagt hatte und aus dem Österreichischen Akademikerbund ausgetreten war.

Auch in Wien gibt es bald wieder eine Akademikervereinigung, die Teil des Österreichischen Akademikerbundes sein wird. Wie die Chefin der Wiener ÖVP, Christine Marek angekündigt hat, ist die Gründung noch in dieser Woche geplant. Die Organisation wird sich "Vereinigung Wiener Akademikerinnen und Akademiker" nennen. Den "Wiener Akademikerbund" gibt es weiterhin, aber als eigenständige Organisation, die mit der ÖVP nichts mehr zu tun haben will.

Die Wiener sind kürzlich aus dem Österreichischen Akademikerbund ausgeschieden, der sich als "befreundete Organisation" der ÖVP sieht. Mit der Politik der Volkspartei konnte der Wiener Bund zuletzt nicht mehr viel anfangen, wie er wiederholt betont hat. Kritisiert wurden etwa "undifferenzierter Multikulturalismus" und "blinde EU-Hörigkeit". Der Obmann des Wiener Bundes hatte in einem Schreiben zudem die Aufhebung des NS-Verbotsgesetzes und eine "generelle Beendigung der Einwanderung" gefordert.

Zuletzt wurde beschlossen, dass der Wiener Bund aus dem Österreichischen Akademikerbund ausscheidet. Die Bundesvereinigung musste - zumindest kurzfristig - ohne Wiener Teilorganisation auskommen. Das ändert sich nun: Die neue Vereinigung wird Teil des Österreichischen Akademikerbundes, betonte Marek. Auch die Leitung ist bereits fixiert: Vorsitzende wird die VP-Wissenschaftssprecherin im Parlament, Katharina Cortolezis-Schlager.

Laut Marek erfolgt die offizielle Gründung, also die Eintragung ins Vereinsregister, am kommenden Mittwoch. "Wir haben größtes Interesse daran, dass es wieder eine Wiener Teilorganisation gibt", betonte sie. Man wolle mit dieser Plattform gezielt Personen mit dem entsprechenden wissenschaftlichen oder sozialen Background ansprechen. Und sie versicherte: Es gebe nun endlich wieder eine "weltoffene" Wiener Gruppierung im Akademikerbund.

Denn nicht nur der Wiener Akademikerbund will mit der ÖVP nichts mehr zu tun haben, auch die Vertreter der Wiener Volkspartei haben zuletzt wiederholt klargestellt, dass es mit dem Wiener Bund keine Gemeinsamkeit mehr gibt. "Da steht inhaltlich viel dazwischen", bekräftigte Marek am Montag.

(APA)